BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR

20 Länder mit viel höheren Werten hat die Bundesregierung zu Hochrisikogebieten erklärt, darunter: Portugal, Spanien, und die USA. Deshalb kontrolliert die Bundespolizei an den Flughäfen jetzt alle Passagiere, die aus diesen Ländern ankommen.

104
Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Einreise aus Hochrisikogebieten: Das gilt jetzt in Bayern

Für Einreisende aus Hochrisikogebieten gelten verschärfte Regeln. Betroffen sind derzeit 25 Länder. Die Bundespolizei in Bayern hat ihre Maßnahmen entsprechend verschärft. Welche Regeln jetzt im Freistaat gelten, lesen Sie hier.

104
Per Mail sharen
Von
  • Friederike Wipfler

Seit dem Wochenende gelten deutschlandweit verschärfte Regeln bei der Einreise aus sogenannten Hochrisikogebieten. Betroffen sind derzeit 25 Länder mit Inzidenzwerten über 200. So hat die Bundespolizei ihre Maßnahmen auch in Bayern verschärft. Es gebe intensivere Kontrollen und Fahndungen, so ein Polizeisprecher in München.

Die Bundesregierung hatte vergangene Woche ein differenzierteres System für Test-und Quarantänevorschriften beschlossen. Bislang wurde lediglich zwischen "normalen" Risikogebieten und Gebieten mit besonders ansteckenden Virusvarianten unterschieden.

Zwischen welchen "Risikogebieten" wird nun unterschieden?

Länder und Regionen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen werden als Hochrisikogebiet eingestuft. Unter besonderen Umständen können auch Länder unter dieser Marke als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Bislang galten Staaten als Risikogebiet, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 lag. Diese Einstufung bleibt bestehen. Zudem gibt es seit kurzem "Virusvarianten-Gebiete" - Länder, in denen besonders ansteckende Varianten des Coronavirus verbreitet sind. Eine Liste mit den aktuellen Risiko-, Hochrisiko- und Virusvarianten-Ländern wird vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Welche Länder gelten derzeit als "Hochrisikogebiete"?

Derzeit werden vom Robert-Koch Institut folgende Länder als "Hochinzidenzgebiete" eingestuft: Ägypten, Albanien, Andorra (Fürstentum Andorra), Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Estland, Iran, Israel, Kolumbien, Kosovo, Lettland, Libanon, Litauen, Mexiko, Montenegro, Nordmazedonien, Palästinensische Gebiete, Panama, Portugal, Serbien, Slowenien, Spanien, Tschechien, USA, Vereinigte Arabische Emirate.

Was gilt bei der Einreise aus einem Hochrisikogebiet?

Personen, die sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen sich nun bereits vor der Einreise testen lassen. Dieser Test darf nicht älter als 48 Stunden sein und muss bei der Einreise vorliegen. Bei einer Einreise ohne Test, muss unverzüglich nach der Einreise getestet werden. Ausgenommen von der Testpflicht sind lediglich Kinder unter 6 Jahren, Transitreisende und der berufliche Güter- oder Personentransport bei einem Aufenthalt bis zu 72 Stunden. Bisherige Ausnahmen, beispielsweise für Verwandtenbesuche oder Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens erforderlich ist, gibt es für Einreisende aus Hochrisikogebieten nicht mehr.

Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf der Webseite einreiseanmeldung.de anmelden. Ausgenommen von der elektronischen Anmeldung sind unter anderem Personengruppen, die ohne Zwischenstopp durch das Hochrisikogebiet gereist sind oder Transitreisende. Eine bislang geltende Ausnahme für den beruflichen Güter-oder Personentransport, gilt nicht.

Weiterhin gilt die bisherige Regel für Risikogebiete, dass sich Einreisende 10 Tage lang in Quarantäne begeben müssen. Für Hochrisikogebiete gibt es weniger Ausnahmen der Quarantänepflicht als für normale Risikogebiete.

Gibt es Ausnahmen für Pendler?

Auch Bayerns Nachbarland Tschechien zählt aktuell zu den Hochrisikogebieten. Dennoch gilt auch für Pendler aus Hochinzidenzgebieten, dass diese einen höchstens 48 Stunden alten Test vorweisen müssen. Pendler und Grenzgänger aus normalen Risikogebieten mussten bisher nur wöchentlich einen Test vorweisen. An den bisherigen Quarantäneausnahmen für Grenzgänger und Pendler ändert sich laut dem bayerischen Gesundheitsministerium nichts.

Welche Länder gelten derzeit als "Virusvarianten-Gebiete"?

Aktuell werden vom Robert-Koch-Institut folgende Länder als Virusvarianten-Gebiete eingestuft: Brasilien, Irland, Südafrika, Vereinigtes Königreich.

Was gilt bei der Einreise aus einem "Virusvarianten-Gebiet"?

Personen, die sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Virusvarianten-Gebiet aufgehalten haben, müssen bereits vor der Einreise einen Test machen - dieser darf höchstens 48 Stunden alt sein. In Bayern muss das negative Ergebnis dann unverzüglich, spätestens aber nach 24 Stunden, der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt werden. Personen, die ohne Testnachweis einreisen, müssen sich unverzüglich nach der Einreise testen lassen und den Test anschließend der Kreisverwaltungsbehörde vorlegen. Es gibt keine Ausnahmen von der Testpflicht.

Weiterhin gilt die bisherige Regel, dass sich Einreisende 10 Tage lang in Quarantäne begeben müssen. Verkürzt werden kann die Quarantäne mit einem weiteren negativen Test ab dem fünften Tag nach der Einreise. Ausnahmen der Quarantänepflicht, wie beispielsweise für Verwandtenbesuche oder Pendler, gelten für die Virusvarianten-Gebiete nicht. Zudem müssen sich ausnahmslos alle Einreisenden zuvor auf der Webseite einreiseanmeldung.de anmelden.

Was gilt bei der Einreise aus einem "normalen" Risikogebiet?

Reisende, die sich innerhalb der letzten 10 Tage in einem "normalen" Risikogebiet aufgehalten haben, müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise einen negativen Coronatest vorweisen. Dieser kann auch bis zu 48 Stunden vor der Einreise gemacht worden sein. Das Ergebnis ist der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Es gibt einige Ausnahmen, beispielsweise für Transitreisende. Ebenfalls ausgenommen von der Testpflicht sind Personen, die für einen Besuch bei Verwandten ersten Grades höchstens für 72 Stunden einreisen. Pendler und Grenzgänger müssen nur wöchentlich einen negativen Test vorweisen und diesen auf Anforderung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen.

Zudem gilt nach wie vor eine Quarantänepflicht von 10 Tagen, diese kann durch einen zweiten negativen Test ab Tag 5 verkürzt werden. Außerdem müssen Reisende sich vor Reiseantritt auf der Webseite einreiseanmeldung.de anmelden. Ausgenommen von der elektronischen Anmeldung sind unter anderem Transitreisende oder Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

© BR
Bildrechte: BR

Die Corona-Auflagen für Grenzpendler und Grenzgänger werden verschärft. Sie müssen künftig ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen können, das nicht älter als 48 Stunden ist. Tschechien gilt derzeit als Hochinzidenzgebiet.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!