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Bildrechte: BR-Studio Franken/Ulrike Lefherz

Zusätzlich zu "Click&Collect" muss ab heute in vielen Geschäften Frankens beim Shoppen ein negativer Corona-Test vorgelegt werden. Das hält viele Kunden ab, sodass sie lieber im Internet bestellen.

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Einkaufen im Corona-Hotspot Nürnberg

Seit heute gelten neue Regeln für den Einzelhandel. Erlaubt ist Shopping mit Termin und negativem Corona-Test. Aber nur solange der Inzidenzwert nicht drei Tage in Folge über 200 ist. Noch ist das in Nürnberg nicht so. Großen Andrang gab es nicht.

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Von
  • Ulrike Lefherz
  • Andreas Schuster

Mit den neuen Regeln für die Öffnungen im Einzelhandel wollte man den Händlern entgegenkommen, heißt es. Kunden dürfen wieder die Ladengeschäfte besuchen, brauchen aber einen Termin und einen negativen Corona-Test. Die Regeln gelten aber nur solange der Inzidenzwert von 200 nicht an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten ist.

In Nürnberg liegt die Inzidenz allerdings seit Montag (12.04.) über dieser Marke. Trotzdem haben einige Geschäfte offen, andere sind bereits geschlossen – die Nürnberger Einkaufszone gleicht einem Flickenteppich. "Jeden Tag müssen wir uns auf etwas Neues einstellen", sagt ein Mitarbeiter eines Sport- und Schuhgeschäfts schulterzuckend. Die Türe ist mit einer Plexiglas-Theke verstellt.

Manche haben bereits geschlossen – drohende Verschärfung ab Freitag?

Ein paar Häuser weiter werden Kunden in ein Bekleidungsgeschäft hereingelassen, wenn sie einen negativen Corona-Test nachweisen können. Etliche Kunden seien jeweils für eine halbe Stunde da, sagen Mitarbeitende. Anderswo gehen die Einzelhändler wegen der steigenden Infektionszahlen davon aus, dass die Stadt Nürnberg ihre Geschäfte bald schon wieder schließen wird.

Das könnte frühestens am Freitag (16.04.21) der Fall sein. Falls der Inzidenzwert von Nürnberg am Mittwoch (14.04.21) den dritten Tag in Folge über der 200er-Marke liegt, müsste die Stadt am Mittwoch oder Donnerstag verkünden, dass die Regeln der nächsthöheren Stufe gelten. Dann wäre in Nürnberg auch mit negativem Coronatest kein Shopping mehr möglich. Die Kunden könnten nur noch online, per Telefon oder übers Internet in den Geschäften bestellen und die Ware dann abholen.

Wenig los in den Geschäften

Bis es möglicherweise soweit ist, dürfen in Nürnberg aber noch Kunden in die Geschäfte. Der Andrang hält sich aber vielerorts in Grenzen. "Es ist aber noch kein einziger gekommen", sagt ein Mitarbeiter am Empfang. Vielen Kunden ist die Lust auf Shopping scheinbar vergangen. In der Innenstadt sind nur vereinzelt Menschen unterwegs. Und auch bei einem großen Fahrradhändler im Nürnberger Stadtteil Sandreuth ist vergleichsweise wenig los. Trotz Fahrrad-Boom hält sich der Kundenandrang in Grenzen: Für die gesamte Woche waren bis zum Mittag gerade einmal 50 Terminanfragen eingegangen.

Eine Stunde Warten im Testzentrum

Ein wichtiger Bestandteil der neuen Einzelhandels-Strategie sind die negativen Tests. Um genügend Kapazitäten zu haben, ist im ehemaligen Nürnberger Einkaufszentrum Citypoint seit heute extra ein Schnelltest-Zentrum eingerichtet worden, wo etwa 25 Menschen pro Stunde getestet werden können. Wartezeiten ließen sich aber zumindest am Montagvormittag nicht vermeiden. "Eine Stunde habe ich dort Zeit verloren", schildert eine Frau, die beim Anstehen immer nervöser wurde. Ihr Termin im Kleidungsgeschäft drohte zu verstreichen.

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