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Bayern

Einige Verstöße gegen Corona-Allgemeinverfügung in Schwaben | BR24

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Aufgestapelte Stühle vor einem Café in Kempten

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    Einige Verstöße gegen Corona-Allgemeinverfügung in Schwaben

    Die schwäbischen Polizeidienststellen melden inzwischen einige Verstöße gegen die Infektionsschutz-Vorgaben der bayerischen Staatsregierung. Ein Mann im Allgäu etwa widersetzte sich seiner Quarantäne-Anordnung und wurde deshalb in Gewahrsam genommen.

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    In Oberstaufen hat sich nach Polizeiangaben ein 36-Jähriger geweigert, eine Quarantäne-Anordnung umzusetzen. Passanten hätten den Beamten einen Hinweis gegeben, dass der Mann sich frei im Ortsbereich Steibis bewege und dort einkaufe. Dabei sollte er sich der Polizei zufolge eigentlich noch bis 25. März in häuslicher Quarantäne befinden, da er als Corona-Kontaktperson gelte.

    Belehrung mit einem Lächeln beantwortet

    Eine Belehrung durch die Polizisten habe der Mann "mit einem Lächeln" beantwortet und damit geprahlt, sich auch künftig über die Quarantäne-Anordnung hinwegsetzen zu wollen. Der Mann wurde daraufhin von der Polizei in Gewahrsam genommen. In Absprache mit dem Gesundheitsamt soll nun über das weitere Vorgehen entschieden werden.

    Menschengruppen nachts in Augsburg unterwegs

    In Augsburg seien in der Nacht auf Samstag bis etwa 3 Uhr noch einige Menschengruppen unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord dem BR. Diese seien zum Teil wohl bereits auf dem Heimweg gewesen. Die Menschen seien angewiesen worden, sich an die angeordneten Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten.

    Verstöße in Gastronomie und Ladengeschäften

    In Mindelheim hat sich laut Polizei ein Ladengeschäft nicht an die Allgemeinverfügung gehalten und trotz Verbots am späten Nachmittag noch geöffnet gehabt. Die Beamten hätten das Geschäft daraufhin geschlossen, den Betreiber erwarte ein Strafverfahren. In Günzburg, Leipheim und Ichenhausen hatten demnach Gaststätten trotz Verbots geöffnet. Den Betreibern drohten jeweils Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz. In Weißenhorn waren laut Polizei Gäste einer Imbissbude aufgefallen, die sich Bier trinkend an einem Spielautomaten aufgehalten hätten. In Senden seien aus einem Geschäft unerlaubterweise Tabakwaren "über die Hintertür" an Kunden abgegeben worden. In allen Fällen drohen nun Anzeigen.

    Männer saßen vor Garage und tranken Alkohol

    Ebenfalls in Senden bemerkte eine Streife laut Polizei drei Männer, die vor einer Garage zusammensaßen und Alkohol tranken. Laut Polizei reagierten sie auf Ansprache der Beamten "sehr unkooperativ und gleichgültig und gaben zu verstehen, dass ihnen die verhängte Ausgangssperre egal sei". Den Männern wurde demnach ein Platzverweis erteilt, auch sie haben eine Anzeige zu erwarten.

    Noch keine Kontroll-Brennpunkte

    Einem Sprecher zufolge ist das Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West derzeit noch dabei, herauszufinden, wo die Schwerpunkte der Kontrollen in den nächsten Tagen liegen werden. "Richtige Brennpunkte" hätten sich noch nicht gezeigt. Die allermeisten Menschen reagierten demnach außerdem sehr verständnisvoll, wenn man sie auf Verstöße anspreche. Wer gegen die Regeln verstößt, dem drohen bis zu 25.000 Euro Bußgeld.

    Bürger sollen Notrufnummer 110 freihalten

    Die Polizei bittet die Menschen außerdem dringend, für Nachfragen und Hinweise zu möglichen Verstößen nicht die Notrufnummer 110 zu wählen, diese müsse für wirklich dringende Notfälle frei bleiben. Stattdessen solle man die Hotlines und Online-Informationen der jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden und Ministerien nutzen.