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Eine Woche nach "Sabine": Dramatische Schäden rund um Passau | BR24

© BR/Martin Gruber

Eine Woche ist es her, dass Sturm Sabine über Bayern gefegt ist. Das Ausmaß der Schäden vor allem in den Wäldern wird erst jetzt klar. Wieder einmal hat es den Landkreis Passau besonders stark erwischt.

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Eine Woche nach "Sabine": Dramatische Schäden rund um Passau

Eine Woche nach Sturmtief "Sabine" werden die Schäden im Raum Passau jetzt erst richtig sichtbar. In Fürstenzell wurden Windgeschwindigkeit von über 150 km/h gemessen: Sabine hat dort die Landschaft teilweise verändert.

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Sturmtief "Sabine" hat heftig in Niederbayern gewütet. Nach gut einer Woche werden jetzt die Schäden vor allem im Raum Passau richtig sichtbar. Es wird noch Wochen dauern, bis alles wieder so ist wie vorher.

Angst vorm Borkenkäfer

Im Neuburger Wald bei Passau beispielsweise hat Sturm "Sabine" Schneisen der Verwüstung hinterlassen und riesige Weißtannen mit zwei bis drei Meter großen Wurzeltellern gefällt. Sie - und die vielen andere Bäume - müssen möglichst schnell aus dem Wald geräumt werden. Die zuständige Forstbetriebsleiterin Gundula Lermer fürchtet den Borkenkäfer: "Heute hat es 14 Grad Celsius! Die Käfer fliegen ab 15 Grad. Die haben hier ein gefundenes Fressen. Wir müssen hier ganz schnell wegarbeiten, damit der Käfer nicht wieder so loslegt".

Bruchholz kaum zu verwerten

Einen genauen Überblick haben Waldbauern, wie beispielsweise Michael Straubinger aus Ortenburg, noch nicht. Die Schäden seien "großflächig", sagt er. "Wie bei solchen Stürmen üblich, ist sehr viel Bruchholz dabei. Man kann kaum noch einen ganzen Stamm verwerten. Das ist nur noch Brennholz: gebogen, gesplittert, abgerissen - sehr wenig, was man noch vernünftig verwerten kann."

Der Passauer Landrat hat das Bayerische Forstministerium bereits um Hilfe für betroffene Waldbauern gebeten - ähnlich wie nach Sturm Kolle im Sommer 2017.

© BR/Zara Kroiß

Entwurzelte Bäume liegen auf einem der zerstörten Vogelkäfige im Vogelpark in Ortenburg

Vogelpark in Ortenburg: Ein Bild der Verwüstung

Auch Frank Schobesberger wurde eiskalt von "Sabine" erwischt. Sein Wildpark und sein Vogelpark in Ortenburg wurden fast komplett verwüstet.

"Wir sind von den Stürmen ja einiges gewohnt. Aber wenn man jetzt wieder die Schäden sieht, tut das schon weh. Vor allem wenn man sieht, dass die neuen Gehege, die wir erst gebaut haben, schon wieder kaputt sind." Frank Schobesberger, Besitzer des Vogelpark in Ortenburg

Eine riesige Fichte liegt im Uhu-Gehege. Die neue Lama-Behausung ist komplett zerstört. Entwurzelte Bäume liegen auf Zäunen. Die Reparaturen werden noch einige Zeit dauern. Deshalb hat Schobesberger nun eine Firma beauftragt: "Plan ist, dass wir am 28. März wieder öffnen". Der Schaden in den beiden Parks beträgt insgesamt 200.000 Euro. Ein gemeinnütziger Umweltverein und ein Förderkreis haben Spendenaktionen gestartet und schon einige tausend Euro gesammelt.

© BR

Eine Woche nach Sturmtief "Sabine" werden die Schäden im Raum Passau jetzt erst richtig sichtbar. Zum Teil hat der Sturm Schneisen der Verwüstung hinterlassen.

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