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Über Metallstufen geht es nach oben

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Ein Turm bringt die Feuerwehr ins Schwitzen

Der modernste Feuerwehr-Wettkampfturm der Welt stammt aus Mainburg im Landkreis Kelheim. Schon bald messen sich die fittesten Feuerwehrleute an ihm - bei den "FireFit Championships". Schon jetzt wurde er in der Heimat vorgestellt.

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Von
  • Nicole Remann

Der neue Stahlturm "HAIX Tower 2.0" ist das Herzstück der "FireFit Championships", einem actiongeladenen Wettkampf, bei dem sich die besten Wettkämpfer im Feuerwehrsport messen.

Auf Zeit müssen sie die zwei parallel verlaufende Treppenaufgänge bis in zwölf Metern Höhe erklimmen. In voller Montur, inklusive Atemschutz und mit einem 20 Kilogramm schweren Schlauchpaket auf den Schultern.

Oben angekommen, ziehen die Athletinnen und Athleten noch einen Feuerwehrschlauch am Seil den Turm hinauf, bevor es wieder hinunter geht. Das fordert nicht nur die Beine, sagt Markus Huber von der Feuerwehr Mainburg, der den Tower testen darf: "Nach 12 Meter Treppen, voll ausgerüstet, mit dem Schlauchpaket über der Schulter, dann oben noch das Schlauchpaket hoch zu ziehen - da werden auch die Arme schnell müde."

Mobil, hydraulisch, schnell

Anstrengend - das war früher auch der Aufbau des alten Wettkampfturms. Per Kran dauerte es zweieinhalb Tage, bis er stand. Nun ist es ein Knopfdruck und sechs Minuten später sind nur noch ein paar Schrauben festzuziehen - schon steht der erste hierzulande komplett mobile und hydraulisch aufstellbare Wettkampfturm.

Für Daniel Berger ein großer Vorteil. Er ist selbst Feuerwehrsportler und tourt mit dem Turm von Wettkampf zu Wettkampf. "Der Turm kann jetzt auch mal zu einer Feuerwehr in den Ort in eine Kreis-Feuerwehrzentrale, oder zur Landes-Feuerwehrschule fahren. Das heißt, auch für kleinere Feuerwehren wird es attraktiv, an einem Turm zu üben und die Leute fit zu halten. Sie können sich abseilen, mit Leitern üben, das Raufsteigen und das Retten von Personen durch enge Treppenräume trainieren - die Möglichkeiten sind da vielfältig."

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Per Hydraulik wird der Turm aufgestellt

Trainieren und Grenzen austesten

Markus Huber findet das Training am Turm klasse, auch wenn zum Beispiel das Abseilen nicht zu seinem alltäglichen Einsatzgeschehen gehört. "Meistens werden da Spezialeinheiten aus größeren Ortschaften oder die Bergwacht alarmiert, aber natürlich muss man solche Handgriffe auch können, weil im Fall der Fälle muss man sich selbst abseilen können." Technische Grundlagen zu üben und dabei an das Limit der sportlichen Belastung zu gehen ist für Huber die optimale Verbindung. "Irgendwann macht der Körper nicht mehr mit und ist es besonders im Atemschutzeinsatz wichtig, dass man seine Grenzen kennt. Hier hat man jetzt die Möglichkeit, sich auszutesten und auch ohne Gefahr abzubrechen." Doch auch wenn er gut trainiert ist und einmal im Jahr seine Leistungsgrenzen testet: Vor dem Wettkampf am Turm hat er Respekt: "Der ist natürlich dann schon eine andere Hausnummer."

Daniel Berger hat den Wettkampf schon ein paar Mal gemeistert. Er weiß, wie groß die Herausforderung wirklich ist. "Zu Anfang fragt man sich, warum man das macht, währenddessen möchte man aufhören und dann ist es einfach nur noch cool." Für den Ernstfall trainieren oder ihn einfach aus Freude bezwingen: Der neue Turm aus Mainburg lässt die Herzen der Feuerwehrleute wahrlich höher schlagen.

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Zwölf Meter hoch ist der Turm, wenn er aufgestellt ist

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Das ist etwas für die ganz, ganz Harten. Beim Feuerwehrsport Fire-Fit überwinden Feuerwehrler Hindernisparcours, simulieren Rettungsszenarien und erklimmen einen Turm in voller Montur, inklusive Atemschutz und 20-Kilo-Wasserschlauch.

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