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Ein Toter bei Lawinenabgang nahe Reutte | BR24

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Ein Mensch wird noch vermisst, doch bei Einbruch der Dunkelheit mussten die Rettungskräfte bei Reutte in Tirol die Suche nach dem Lawinenopfer vorerst einstellen.

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Ein Toter bei Lawinenabgang nahe Reutte

Bei dem Lawinenabgang in den Ammergauer Alpen nahe Reutte in Tirol ist eine Person ums Leben gekommen. Die Suchaktion an der bayerisch-österreichischen Grenze wurde am Abend nach Einbruch der Dunkelheit abgebrochen. Eine Person wird noch vermisst.

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Schlimme Nachrichten aus den Ammergauer Alpen: Bei dem Lawinenabgang bei Reutte in Tirol konnte laut Polizei eine Person nur noch tot geborgen werden. Laut den Einsatzkräften wird noch eine Person vermisst. Dennoch musste die groß angelegte Suche nach Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden. Sonntagfrüh wollen die Rettungskräfte weitermachen.

Den Angaben zufolge wurden insgesamt fünf Skitourengeher in dem Lawinenkegel bei Ammerwald direkt an der Grenze zu Österreich verschüttet. Vier Personen wurden gefunden.

Luftbrücke ins Lawinengebiet

Die Rettungsaktion gestaltete sich äußerst schwierig, weil von Reutte keine Zufahrt zur Unglücksstelle möglich war. Sämtliche Helfer mussten mit Rettungshubschraubern eingeflogen werden. Nur Bergwachtlern aus dem bayerischen Oberammergau war die Zufahrt über die Straße möglich. Im Einsatz waren auch mehrere Rettungshundestaffeln.

Im Umkreis des Lawinenkegels wurden zahlreiche Skitourengeher gerettet. Einige von ihnen beteiligten sich auch an der Suche.

300 Meter breite Lawine

Die Lawine soll sich über 300 Meter erstrecken. Dass nicht noch mehr Personen verunglückt seien, sei ein kleines Wunder, sagte Johannes Flämisch von der Bergwacht Oberammergau. Die Schneemassen lösten sich gegen 14.20 Uhr unmittelbar hinter dem Alpenhotel Ammerwald nördlich des Plansees. Die Lawine traf das Gebäude aber glücklicherweise nicht. Am späten Nachmittag erklärte ein Polizeisprecher: "Es sieht im Moment so aus, als hätte sich die Lawine in drei Lawinenkegel geteilt."

Wie sich erst am Abend herausstellte, befindet sich die Unglücksstelle auf bayerischem Gebiet, unmittelbar hinter dem Grenzübergang. Das Hotel Ammerwald liegt auf österreichischer Seite.

Gleitlawine nach Regen

Die Lawinengefahr in den Ammergauer Alpen ist derzeit relativ gering, es gilt Warnstufe 1. Abgegangen ist laut Polizei eine sogenannte Gleitlawine, die sich nach dem Regen in der Nacht löste.

Zufahrt nicht möglich

Die Zufahrt von Reutte aus ist nach einem Lawinenabgang seit Donnerstag nicht möglich. Die komplette Zufahrt ist mit Schnee bedeckt. Nur von deutscher Seite aus können Retter in das Gebiet kommen, das sich gleich hinter der Landesgrenze unterhalb des Berges Ochsenälpeleskopf in den Ammergauer Alpen befindet.

In der Nacht zum Donnerstag war zwischen Reutte und Oberammergau eine Lawine abgegangen.

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BR-Reporter Martin Breitkopf mit neuesten Informationen zum Lawienabgang in Reutte.