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"Ein neuer Aufbruch": Kandidaten-Duo für Bayern-SPD | BR24

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In einer Doppelspitze wollen der Münchner Landtagsabgeordnete Florian von Brunn und die Regensburgerin Ronja Endres den Landesverband der SPD führen.

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"Ein neuer Aufbruch": Kandidaten-Duo für Bayern-SPD

Nach SPD-Generalsekretär Uli Grötsch bewirbt sich nun auch ein Kandidaten-Duo um den Vorsitz der Bayern-SPD: Ronja Endres und Florian von Brunn. Sie haben sich und ihre Positionen bei einer Online-Pressekonferenz vorgestellt.

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Von
  • Christoph Dicke

Florian von Brunn ist zuversichtlich, dass es diesmal klappen könnte mit dem SPD-Landesvorsitz. Vor rund vier Jahren war er Natascha Kohnen unterlegen, bekam aber bei der Mitgliederbefragung die zweitmeisten Stimmen. Hauchdünn geschlagen geben musste sich der 51-Jährige auch bei der letzten Wahl zum Fraktionsvorsitz im Landtag. Hier hatte nach anfänglichem Patt der Franke Horst Arnold die Nase vorn.

Doch Florian von Brunn gibt nicht auf: "Nachdem Natascha Kohnen gesagt hat, sie hört auf, haben mich viele angerufen und gesagt: Bitte trete wieder an - wir brauchen neuen Schwung, wir brauchen einen neuen Aufbruch. Und das nehme ich sehr ernst."

Gemeinsam stärker sein

Und weil von Brunn seinen partei-internen Kritikern zeigen will, dass er auch Teamplayer ist, tritt er mit der 34-jährigen Ronja Endres als Doppelspitze an. Die Wahl-Regensburgerin kommt aus der Gewerkschaftsarbeit. Sie ist aktuell Referentin beim Bund Naturschutz und ehrenamtlich Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen.

Mit ihrer Wirtschafts- und Sozial-Kompetenz fühle er sich in einer guten Kombination, sagte von Brunn auf der Online-Pressekonferenz, bei der sich die beiden vorstellten: "Wir wollen die Themen soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und gute Arbeit miteinander verbinden."

Das beste Elektroauto der Welt müsse aus bayerischer Produktion kommen, so von Brunn. Als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion setzt er auf die Versöhnung von Ökologie und Industrie.

Eine Frage der Stimmung

Die Rezepte der SPD müssten nur viel besser bei den Wählern ankommen, ergänzt von Brunns Co-Kandidatin Ronja Endres. Und machte gleich klar, dass sie auch fürs Emotionale zuständig sein wird: "Ich habe keine Lust mehr auf schlechte Nachrichten und auf schlechte Laune in der SPD. Wir wollen unsere phantastischen Inhalte so darstellen, dass sie für die Öffentlichkeit sexy sind – und verstanden werden."

Dann würden nicht nur Wählerinnen und Wähler, sondern auch die eigene, zunehmend frustrierte Parteibasis motiviert. Deshalb wollen beide als SPD-Landesvorsitzende auch mehr raus an die Basis.

Wichtigstes Ziel des Kandidaten-Duos Endres/von Brunn: Die Bayern-SPD bei Umfragen wieder in den zweistelligen Prozentbereich zurückzuführen. Nach dem aktuellen BayernTrend des BR liegt die Partei nur noch bei 7 Prozent.

Als Erster reagierte der SPD-Landgsabgeordnete Arif Tasdelen auf die Pressekonferenz der beiden: "Ronja Endres und Florian von Brunn stehen für eine echte Trendwende, die wir auch für unsere sozialdemokratische Seele unbedingt brauchen." Es dürfe angesichts der aktuellen Umfragen kein "Weiter so" geben.

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