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Ein Laden mit vielen Besitzern: der "MiLaMü" in Mühldorf | BR24

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Nach 30 Jahren ist für Conny Geuder Schluss: Die Inhaberin des Naturkostladens am Mühldorfer Stadtplatz geht in den Ruhestand. Ihr Geschäft soll jedoch weitergeführt werden – nicht mit einer Besitzerin, sondern mit vielen.

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Ein Laden mit vielen Besitzern: der "MiLaMü" in Mühldorf

Nach 30 Jahren ist für Conny Geuder Schluss: Die Inhaberin des Naturkostladens am Mühldorfer Stadtplatz geht in den Ruhestand. Ihr Geschäft soll jedoch weitergeführt werden – nicht mit einer Besitzerin, sondern mit vielen.

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Der mittlerweile letzte Bio-Laden am Mühldorfer Stadtplatz feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen und besiegelt damit auch sein Ende. Besitzerin Conny Geuder will mit 68 Jahren in den Ruhestand gehen. Aber was wird dann aus ihrem Laden? Der bekommt nicht nur einen neuen Besitzer – sondern viele.

Genossenschaft soll den Laden retten

Der Naturkostladen soll erhalten bleiben, darin sind sich einige engagierte Mühldorferinnen und Mühldorfer einig. Markus Veen zum Beispiel. Der 48-Jährige hat Biologie studiert, im Bereich Biotechnologie promoviert und führt nun ein Unternehmen, das Lebensmittel produziert. Jetzt will er den letzten Naturkostladen am Mühldorfer Stadtplatz retten. Allerdings nicht alleine, sondern mit Hilfe einer Genossenschaft, der der Laden gehören soll. Daher auch der neue Name: "MiLaMü", der Mitgliederladen Mühldorf.

Mit Geld, Liebe und Ideen

Die Genossenschaft ist bereits gegründet. Sieben Mitglieder hat sie derzeit. Es müssen aber noch mehr werden, damit das Konzept funktionieren kann. Ab 150 Euro kann man Anteile kaufen. Die Mitglieder unterstützen das Projekt nicht nur mit Geld, sondern auch mit Ideen. So ist auch der weiß-grüne Flyer mit schwarzem Schriftzug entstanden, verziert mit Symbolen wie weißen Herzchen oder grünen Äpfeln. Hier steckt viel Liebe drin - und Markus Veen ist froh, dass es dafür keine teuren Aufträge an Marketing-Agenturen gebraucht hat.

Der Laden als Treffpunkt

Für die Zukunft hat Markus Veen schon viele weitere Ideen. Er würde zum Beispiel gern kleine Verkostungen anbieten, etwa von Produkten der regionalen Käserei. Der "MiLaMü“ soll künftig nicht nur ein Geschäft sein, sondern, wörtlich gemeint, ein Lebens-Mittel-Punkt. Und er soll den Menschen auch etwas zurückgeben, wünscht sich Markus Veen: nämlich das Gespür für gute Lebensmittel.

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