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Ein Krankenhaus retten: Parteien in Aichach tun sich zusammen | BR24

© BR/Thomas Pösl

Mit einer Aufkleberaktion setzt sich seit heute ein überparteiliches Bündnis in Aichach für den Erhalt des Krankenhauses und für die dortige Geburtshilfe ein. Aichacher Politiker von CSU, Grünen, SPD und ÖDP verteilen 7.500 ovale Sticker fürs Auto.

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Ein Krankenhaus retten: Parteien in Aichach tun sich zusammen

Mit einer Aufkleberaktion setzt sich seit heute ein überparteiliches Bündnis in Aichach für den Erhalt des Krankenhauses und für die dortige Geburtshilfe ein. Aichacher Politiker von CSU, Grünen, SPD und ÖDP verteilen 7.500 ovale Sticker fürs Auto.

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Die Klinik in Aichach türmt gerade ein Millionendefizit an. Trotzdem wollen Vertreter unterschiedlicher Parteien gemeinsam für den Erhalt des Krankenhauses kämpfen - und beim Bürger um Unterstützung werben. Das Ziel: In Aichach sollen in Zukunft wieder Kinder in der Geburtsstation zur Welt kommen können.

Breites Bündnis

Aus dem Kommunalwahlkampf wollen die Politikerinnen und Politiker das Thema heraushalten, also an einem Strang ziehen. Die Initiatoren hoffen auf ein Bekenntnis der Aichacher zur Geburtshilfe und zum Erhalt des Krankenhauses, dessen Zukunft offen ist.

Die "Kliniken an der Paar", bestehend aus den Krankenhäusern in Aichach und Friedberg, stecken in finanziellen Schwierigkeiten. Nach einem prognostizierten Defizit in Höhe von 30 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre musste Ende August der bisherige Geschäftsführer Krzysztof Kazmierczak gehen.

© BR 2019

Eine wegen Personalmangels geschlossene Geburtsstation, niedrige Belegzahlen und ein finanzielles Defizit: Das Krankenhaus in Aichach kämpft zurzeit mit vielen Problemen. Nun will ein überparteiliches Bündnis das Image der Klinik verbessern.

Trotz Millionen-Defizit: Kommunalpolitiker wollen beide Krankenhäuser erhalten

Laut dem Landrat von Aichach-Friedberg, Klaus Metzger (CSU), ist es erklärter Wille der Politik, die Krankenhäuser in Aichach und Friedberg in kommunaler Hand zu erhalten. Eine kommissarische Leitung des Krankenhauses ist beauftragt worden, einen neuen Krankenhaus-Chef zu finden, der beide Häuser in die Zukunft führt.

Peter Schiele, stellvertretender Interims-Krankenhausleiter: "Wir sind erst seit Monatsanfang im Amt. Wir sind noch in der Findungsphase." Es gehe jetzt darum, Zahlen zu analysieren und Gespräche mit den Mitarbeitern zu führen.