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Ein Jahr Unesco-Welterbetitel für Augsburgs Wasserwirtschaft | BR24

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Auch die Prachtbrunnen brachten Augsburg den Titel Unesco-Welterbe ein

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Ein Jahr Unesco-Welterbetitel für Augsburgs Wasserwirtschaft

Mit der Trennung von Trink- und Nutzwasser legte Augsburg schon im 15. Jahrhundert die Grundlage für die Nutzung der Wasserkraft: Eine visionäre Entscheidung, die der Stadt vor einem Jahr die Aufnahme in die Unesco-Welterbe-Liste einbrachte.

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Von
  • Barbara Leinfelder
  • Kilian Geiser

Vor genau einem Jahr hat die Unesco der Augsburger Bewerbung als Welterbe den Zuschlag gegeben. Seither ist einiges passiert in Augsburg. Ulrich Müllegger, Koordinator des Welterbe-Büros in Augsburg nennt das große Wasserfest im Juli vergangenen Jahres und die offizielle Urkundenverleihung im Januar. Durch die Corona-Krise ist dann aber auch vieles ins Stocken geraten: Etliche Veranstaltungen mussten abgesagt werden und das geplante Besucher-Informationszentrum am Rathausplatz ist noch nicht fertig. Auch bei der Beschilderung der Welterbe-Stationen hakt es noch. Das liege daran, dass der Freistaat erst vor Kurzem die Fördermittel freigegeben habe und man jetzt erst im Herbst loslegen könne, erklärt Müllegger.

Unesco-Siegel lockt Touristen nach Augsburg

Insgesamt 22 Stationen umfasst das System der Augsburger Wasserwirtschaft: vom Quellbach im Stadtwald über die Lechkanäle und Prachtbrunnen der Innenstadt bis hin zu mehreren Kraftwerken. Das Interesse daran ist auch außerhalb von Augsburg groß. Das Unesco-Welterbe-Siegel sei ein Qualitätsversprechen, bei dem man wisse, dass man etwas Außergewöhnliches erwarten könne, sagt Götz Beck, der Chef der Regio Touristik Gmbh. Die Zahl der Anfragen ist nach Becks Angaben im letztem Jahr deutlich gestiegen. Vom Alter her seien die Zielgruppen breit aufgestellt, sagt Beck, viele seien aber etwas älter und hätten ein hohes Einkommen. Interesse zeigten sie vor allem an Natur, Kultur, Architektur und Technik, so der Chef der Regio Touristik.

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Vor einem Jahr hat die Unesco entschieden, Augsburg mit seinem historischen Wasserwirtschaftssystem in seine Welterbe-List aufzunehmen. Corona brachte manches ins Stocken doch das Interesse von Touristen, Schulen und Universitäten ist groß.

Großes Interesse bei Bildungs- und Forschungseinrichtungen

Breit gefächert sind auch die Anfragen, die Welterbe-Koordinator Ulrich Mülleger aus dem Bereich Bildung und Forschung auf den Tisch bekommt: Schulen und Universitäten aus aller Welt haben Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Stadt in Sachen Wasser-Welterbe geäußert. Zum heutigen Jahrestag sind seitens der Stadt aufgrund der Corona-Pandemie keine Veranstaltungen zum Thema Welterbe geplant.

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