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Ein Jahr lang Training für den perfekten Auftritt | BR24

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Sie gehören zum Fasching wie Krapfen und Kostüme – die Faschingsgarden. Im Moment ist Hochphase: Ein Auftritt jagt den nächsten. Aber was auf der Bühne immer so einfach aussieht, ist das Ergebnis harter Arbeit.

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Ein Jahr lang Training für den perfekten Auftritt

Sie gehören zum Fasching wie Krapfen und Kostüme – die Faschingsgarden. Im Moment ist Hochphase: Ein Auftritt jagt den nächsten. Aber was auf der Bühne immer so einfach aussieht, ist das Ergebnis harter Arbeit.

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Jasmin Alatali tanzt seit 16 Jahren begeistert in der Faschingsgarde. Vor vier Jahren kam sie zu den Eibanesen in Nürnberg, wo sie beim Marschtanz und Showtanz mitmacht. Hinter den leicht anmutenden Sprüngen, Tanzschritten und Radschlägen liegen viele anstrengende Übungsstunden.

Beweglichkeit als Grundlage

Dienstag- und Donnerstagabend ist bei Jasmin Gardetraining angesagt. Nach einem kurzen Warm-up leitet ihre Trainerin Lisa Jobst ein ausgiebiges Gymnastikprogramm an, denn Beweglichkeit ist die Grundlage für die verschiedenen Elemente wie etwa den Spagat. Die eigentliche Herausforderung besteht aber darin, dass die Schwierigkeiten wie das Rad oder der Spagat tänzerisch eingebunden und in der Geschwindigkeit umgesetzt werden müssen. "Rad, Spagat, Fußführung und Beinwürfe. Dann noch die verschiedenen Sprünge, der Spagatsprung, der Grätschwinkelsprung und auch der Glockensprung", zählt Trainerin Lisa Jobst die Schwierigkeiten auf.

Perfektion und Köpfchen sind gefragt

Nicht nur der Körper wird beim Gardetanz gefordert, sondern auch der Kopf. Der Tanz dauert über fünf Minuten und ist bis zum Schluss mit unterschiedlichen Schritten, Positionen und Bewegungen gefüllt. "Die Choreographie geht eigentlich immer ziemlich schnell", erzählt Jasmin, aber es kommt eben auch auf das perfekte Zusammenspiel zwischen den einzelnen Tänzerinnen an. Deshalb wird der Ablauf immer und immer wieder durchgegangen, bis alles so aussieht, wie es sich Trainerin Lisa Jobst vorstellt. Nach eineinhalb Stunden hat es Jasmin dann geschafft. Nur noch einmal wird der Tanz durchgegangen, bevor ihre Trainerin sie zum Abschluss noch zu einem kleinen Fitnessprogramm auffordert.

Wenn das Tanzen zur Leidenschaft wird

Bis zu dreimal pro Woche trainieren die Tänzerinnen der Eibanesen in Nürnberg. Dazu kommen während der Faschingszeit noch zahlreiche Auftritte am Wochenende, zum Teil sogar mehrere pro Abend. Gestresst fühlt sich Jasmin aber trotzdem nicht. Gemeinsam unterwegs zu sein und aufzutreten, vor Publikum zu tanzen und mit Applaus belohnt zu werden, macht für sie den Gardetanz zur Leidenschaft. Ihre Trainingskollegin Tina Wimmelmann begeistert noch etwas anderes: "Der Gardetanz ist anstrengend und hat viel mit Kondition zu tun. Beim Showtanz dagegen kann man dann auch richtig Spaß haben und auch mal andere Tanzrichtungen einbauen." Die Kombination aus Marsch und Show, aus Beweglichkeit und tänzerischer Gestaltung machen den Sport zu einer einzigartigen Mischung. Für das Publikum sieht das am Ende zwar einfach aus, ist aber ganz bestimmt nicht so mühelos zu lernen.

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