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Ein Jahr Landesamt für Pflege: Huml kontert Kritik | BR24

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Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) hat am Mittwoch das Landesamt für Pflege in Amberg besucht. Es wurde vor einem Jahr offiziell eröffnet.

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Ein Jahr Landesamt für Pflege: Huml kontert Kritik

Bei einem Besuch im Amberger Landesamt für Pflege hat Pflegeministerin Huml die Mitarbeiter gelobt. Kritik von SPD und Grünen, es gebe zu wenig Geld für pflegende Angehörige, wies sie zurück. Im Landesamt sollen 350 neue Arbeitsplätze entstehen.

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Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) hat am Mittwoch das Landesamt für Pflege in Amberg besucht. Es wurde vor einem Jahr offiziell eröffnet. Derzeit werden hier bereits das Landespflegegeld und der Hebammenbonus verwaltet und ausbezahlt. Bei ihrem Besuch ging Huml auch auf Kritik von SPD und Grünen ein, es werde zu wenig Geld für pflegende Angehörige ausgegeben.

Huml lobt Mitarbeiter des Landesamtes

Der Expertenkreis Hospiz- und Palliativversorgung hat seine Geschäftsstelle im neuen Landesamt für Pflege mit sechs Arbeitsgruppen und auch der Demenzfonds wird hier organisiert. Dazu kommen künftig auch Themen wie Innovationen und Digitalisierung in der Pflege, Fachkräftegewinnung oder auch Ethik in der Pflege. Huml bezeichnete die Mitarbeiter als "Gehör an den Menschen", das ermittele, welchen Bedarf es in der Gesellschaft von Pflegenden, Pflegebedürftigen und sämtlichen Verbänden, Organisationen und weiteren Beteiligten gebe.

Huml kontert Kritik von SPD und Grünen

Aus dem Landtag kommt Kritik von der SPD und den Grünen, es sollte lieber mehr für pflegende Angehörige getan werden. Zum Beispiel sollten die Pflegestützpunkte weiter ausgebaut werden. Von 60 angekündigten Pflegestützpunkten vor zehn Jahren gebe es erst neun, so Ruth Waldmann (SPD). Dazu verweist Ministerin Huml auf die Förderung von 100 Fachstellen für pflegenden Angehörige mit rund 1,85 Millionen Euro in Bayern . Im Doppelhaushalt 2019/2020 stünden zudem weitere 900.000 Euro zur Verfügung für den Aufbau neuer Pflegestützpunkte, die verstärkte Vernetzung und den Wissenstransfer.

“Ich würde mich freuen, wenn insbesondere nach dem Abschluss der derzeit laufenden Verhandlungen zwischen den Kranken- und Pflegekassen sowie den Kommunalen Spitzenverbänden in Bayern viele zusätzliche Pflegestützpunkte entstehen würden." Melanie Huml

350 Pflege-Arbeitsplätze in Amberg geplant

Das Landesamt für Pflege will Akteure und Mitwirkende in der Pflege zusammen bringen, Partner sein und Ideen, Konzepte und Projekte aus Gesellschaft und Politik bündeln. Bis Ende des Jahres sollen in Amberg rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sein, im Endausbau sind rund 350 Beschäftigte angekündigt. 342.000 Personen hätten bereits im vergangenen Jahr vom Landespflegegeld profitiert, sagt der Präsident des Landesamtes, Markus Schick. Heuer gingen bislang 41.500 Anträge dafür ein. Den Hebammenbonus hätten bislang 1.600 freiberufliche Hebammen erhalten.

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Das Landesamt für Pflege beschäftigt derzeit 63 Mitarbeiter in Amberg. 350 sollen es einmal werden. Das Amt kümmert sich unter anderem um die Auszahlung des Landespflegegeldes und den Aufbau von neuen Pflegeplätzen.