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Ein Jahr BayernHeim: Opposition sieht keinen Nutzen | BR24

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Der Startschuss für die staatliche Baugesellschaft "BayernHeim" fiel vor einem Jahr. Im Bauausschuss des Landtags wurde das bisher Erreichte vorgestellt. Die Opposition sieht in der BayernHeim nur eine Konkurrenz für andere Wohnbaugesellschaften.

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Ein Jahr BayernHeim: Opposition sieht keinen Nutzen

Der Startschuss für die staatliche Baugesellschaft "BayernHeim" fiel vor einem Jahr. Im Bauausschuss des Landtags wurde das bisher Erreichte vorgestellt. Die Opposition sieht in der BayernHeim nur eine Konkurrenz für andere Wohnbaugesellschaften.

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Ein Jahr nach ihrer Gründung sieht das Bauministerium die staatliche Baugesellschaft "BayernHeim" auf einem guten Weg. Bei der Vorstellung des Berichts im Bauausschuss des Bayerischen Landtages erklärte die zuständige Abteilungsleiterin, Ingrid Simet, mit "Stand heute 15 Mitarbeitern" sei man "handlungsfähig".

Bis 2.700 Wohnungen in Planung

Nach einer Abfrage unter allen Ministerien seien dem Bauministerium rund 100 staatseigene Grundstücke in ganz Bayern gemeldet worden, die jetzt auf ihre Tauglichkeit für den Bau von Mietwohnungen für Bedürftige geprüft würden.

In elf Gemeinden seien zudem mittlerweile 15 Projekte mit bis zu 2.700 Wohnungen auf den Weg gebracht worden, so Simet. Unter anderem könnten in Augsburg 1.000 Wohnungen gebaut werden, in Fürth 150 und in München bis zu 150.

Allerdings gebe es noch für keine einzige Wohnung einen Vorbescheid oder eine Baugenehmigung. "Bauleitplanung dauert", so die Beamtin.

Opposition lässt kein gutes Haar an "BayernHeim"

Bis auf CSU und Freie Wähler übten dann auch alle anderen Parteien harsche Kritik an der grundsätzlichen Aufstellung der BayernHeim als GmbH mit 500 Millionen Euro Eigenkapital.

Für die FDP kritisiert Bauausschuss-Chef Sebastian Körber, damit sei die BayernHeim finanziell im Vorteil gegenüber anderen sozial-orientierten, kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und nur ein "weiterer Konkurrent am angespannten Wohnungsmarkt". Für Jürgen Mistol von den Grünen ist die "BayernHeim" deshalb "überflüssig wie ein Kropf".

Und die wohnungsbaupolitische Sprecherin und Vorsitzende der Bayern-SPD, Natascha Kohnen, kritisiert vor allem, dass die "BayernHeim" und die kommunalen Baufirmen sogar um die gleichen Wohnbau-Fördermittel konkurrierten. Spezielle Fördermittel für Kommunen müssten das wieder ausgleichen, so Kohnen.