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Ein Hauch der Zarenzeit: Kunstschätze in Augsburg | BR24

© BR/Veronika Scheidl

Ein Hauch der Zarenzeit- Kunstschätze in Augsburg

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Ein Hauch der Zarenzeit: Kunstschätze in Augsburg

Sie haben eine lange Reise aus Russland hinter sich: Mehr als 100 Exponate aus dem Schloss Peterhof werden erstmals im Augsburger Schaezlerpalais ausgestellt. Darunter auch seltene Stücke, die im 17. und 18. Jahrhundert in Augsburg gefertigt wurden.

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Reich verzierte Silberkästchen, ein Degen aus vergoldeter Bronze, ein Reise-Besteck mit goldenem Löffel – allesamt Stücke, die im 17. und 18.Jahrhundert in Augsburger Werkstätten gefertigt wurden, im Auftrag des russischen Zarenhofs. Von dort sind sie jetzt an den Lech zurück gekehrt, im Rahmen der Schau "Meisterwerke aus Schloss Peterhof". Diese einstige Sommerresidenz der Zaren westlich von St. Petersburg galt als das "russische Versailles" und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe.

Wertvolle Leihgaben aus Russland

Die mehr als 100 Exponate aus dem Schloss Peterhof werden erstmals in Deutschland ausgestellt, im Augsburger Schaezlerpalais. Darunter sind Schätze wie der Original-Thron der russischen Kaiserin Katharina der Großen. Blickfang ist auch das Uniformkleid von Katharina aus den 1780er Jahren: Als Oberbefehlshaberin der Militäreinheiten hatte sie die Kleider als Frauenvariante zu den Waffenröcken eingeführt. Die Augsburger Ausstellung beruhe auf einer kulturellen Kooperation zwischen Russland und Bayern, sagt Elena Kalnitskaya, Generaldirektorin von Schloss Peterhof: "Diese Ausstellung ist ein kleiner Teil von dem, was in Peterhof zu sehen ist. Sie ist eine Brücke zwischen Bayern und Russland. Ausstellungsbesucher werden Lust bekommen, nach St. Petersburg zu reisen, und die ganze Kollektion anzusehen."

Intensiver Austausch mit Russland

In Augsburg ist man stolz auf die russischen Leihgaben. Bereits am Wochenende wurde die Ausstellung offiziell eröffnet. Am Montagvormittag wird die Vize-Kulturministerin der Russischen Föderation, Alla Manilowa, für einen Rundgang mit Oberbürgermeister Kurt Gribl erwartet. Die Ausstellung macht auch deutlich, wie intensiv der Austausch zwischen Augsburg und dem Zarenhof in den vergangenen Jahrhunderten war. "Für Augsburg ist es insofern sehr wichtig, weil wir diese wunderbare Brücke bilden können, zwischen Augsburg und St. Petersburg, Augsburg und Russland",sagt Christof Trepesch, Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg.

Wer nicht extra nach Russland reisen möchte, der kann sich die Zaren-Kunstschätze noch bis zum 15. März im Augsburger Schaezlerpalais ansehen.

Passender Rahmen für die Ausstellung

Das direkt am Herkulesbrunnen gelegene Schaezlerpalais ist Augsburgs bedeutendstes und am besten erhaltene private Wohn- und Geschäftshaus des 18. Jahrhunderts. Das 1770 vollendete bürgerliche Palais beherbergt zahlreiche Gemäldesammlungen und Sehenswürdigkeiten, darunter die Deutsche Barockgalerie, die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung, die Grafische Sammlung und den berühmten Rokokofestsaal.

© BR/Barbara Leinfelder

Kunstschätze des Zaren – Meisterwerke aus Schloss Peterhof