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Ein Fünftel der Fördermittel abgerufen | BR24

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Symbolbild Breitbandausbau

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    Ein Fünftel der Fördermittel abgerufen

    Finanzminister Söder sieht Bayern beim Breitbandausbau auf einem guten Weg: Fast alle Gemeinden im Freistaat hätten ein Förderverfahren angestrengt, rund die Hälfte habe schon einen Förderbescheid erhalten. Von Peter Kveton

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    Die Versorgung mit schnellem Internet wachse deutlich schneller als im Bundesdurchschnitt, so Bayerns Finanzminister Markus Söder. 2013 hatte der Freistaat angekündigt, 1,5 Milliarden Euro für den Breitbandausbau in der Fläche zur Verfügung zu stellen. Später kam ein Bundesprogramm mit 2,4 Milliarden Euro dazu.

    Der Bund allein fördere bis zu 50 Prozent, mit den Mitteln des Freistaates könnten die Gemeinden bei ihren Investitionen mit 80 bis 90 Prozent unterstützt werden. Dennoch sind zur Halbzeit von den zur Verfügung stehenden 1,5 Milliarden Euro erst gut 360 Millionen abgerufen worden.

    Söder glaubt, dass die großen Investitionen erst kommen werden. Wo in Bayern geförderter Breitbandausbau stattfinde, werde Glasfaser verlegt, zur Zeit rund 14.700 Kilometer in Bayern. Söder forderte die EU auf, ihre Definition zu ändern: statt schon bei 30 Megabit pro Sekunden (Mbit/s) von einem "schnellen Internet" zu sprechen, sollte die Geschwindigkeit auf 100 Megabit pro Sekunde angehoben werden.

    Noch lange kein Glasfaser für alle

    Wo bereits ein Netz mit 30 Mbit/s bereit steht, kann bisher ein weiterer Ausbau laut EU-Recht nicht gefördert werden. Das stellt sich Söder anders vor. "Meine Vision ist Glasfaser bis in jedes Haus".

    Bis auch der letzte Weiler mit schnellem Internet versorgt ist, wird es aber noch lange dauern. Denn wenn eine Gemeinde einen schnellen Internetanschluss hat, heißt das noch lange nicht, dass das für alle Ortsteile oder beispielsweise abgelegene Höfe gilt. Söder kündigte deshalb eine weitergehende Förderung auch über 2018 hinaus an.