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Ein Bunker als Lebensmittelpunkt

Birger Wilm hat sich einen Traum erfüllt: Er wohnt mitten in Schweinfurt und hat einen grandiosen Ausblick über die Dächer. Allerdings hat er keine ganz normale Wohnung: Der Geschäftsmann lebt in, oder besser: über einem Luftschutzbunker.

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Birger Wilm blickt aus seinen raumhohen Fenstern hinaus auf die Stadt. Ihm bietet sich ein grandioser Ausblick, unter anderem aufs Theater und den benachbarten Park. Direkt unter seiner Wohnung ist – nichts. Genauer: nichts, was bewohnbar wäre. Denn der Geschäftsmann hat sich seinen Wohntraum in, oder besser gesagt auf einem ehemaligen Luftschutzbunker erfüllt.

Fast zwei Jahre ist es her, dass Wilm den Zuschlag für den Spitalseebunker bekam. Der Koloss aus Stahlbeton wurde 1943 gebaut und sollte im Fall eines Luftangriffs bis zu 1.600 Menschen Zuflucht bieten. Wilm hat auf das Dach zwei Wohnungen mit jeweils knapp 130 Quadratmetern gebaut. In einer wohnt er selbst mit seiner Frau, die andere hat er verkauft.

Raum für Kultur

Was Wilm für den Bunker bezahlen musste, verrät er nicht. Nur so viel: Er sei relativ günstig gewesen. Dafür musste sich der Unternehmer durch dicke Wände und Decken kämpfen, um alle Leitungen legen zu können.

"Es ist natürlich so, dass das Grundstück selbst durch den Bunker geblockt ist.", so Wilm. "Sie können also nicht Häuser fünf- oder sechsstöckige Häuser darauf bauen und diese vermarkten. Insofern kann der Grundstückspreis natürlich auch nicht der gleiche sein wie bei einem freien Grundstück, mit dem ich alles machen kann."

Insgesamt hat der Bunker drei Etagen, sie bleiben weitgehend ungenutzt. Im obersten Stockwerk sind nun die Haustechnik Abstellmöglichkeiten untergebracht. Und in den ersten beiden Geschossen soll es Raum für Kulturveranstaltungen geben. Diese Bedingung hatte die Stadt gestellt, bevor Wilm den Bunker kaufte.