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Ein Brett für den Biber: Ungewöhnliche Tierrettung in Augsburg | BR24

© Feuerwehr Augsburg/Friedhelm Bechtel

Der Biber wollte unbedingt flussaufwärts, dort schnitt ihm aber eine Bachschwelle den Weg ab.

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    Ein Brett für den Biber: Ungewöhnliche Tierrettung in Augsburg

    Die Feuerwehr Augsburg hat sich einen ungewöhnlichen Kniff ausgedacht, um einen Biber aus einem Kanal in der Innenstadt zu retten. Er saß auf einem Stein und wollte flussaufwärts - konnte aber nicht. Also musste ein "Biber-Rettungs-Brett" her.

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    Für eine ungewöhnliche Rettungsaktion ist die Feuerwehr Augsburg gestern Mittag an den Sparrenlech ausgerückt: Ein Biber kam in dem Kanal hinter der City Gallery nicht mehr weiter. Das Jungtier hatte sich vergebens flussaufwärts gekämpft, kam an einer Bachschwelle nicht mehr weiter - und verharrte hilflos auf einem Stein inmitten des Kanals.

    Nachdem Anwohner auf das Tier aufmerksam geworden sind, gingen wiederholt Anrufe bei der örtlichen Feuerwehr ein. Auch die Biber-Beauftragte Monika Weber von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Augsburg wurde alarmiert; auch Schilder für die Passanten wurden angebracht, die darüber informierten, dass die zuständigen Verantwortlichen bereits aktiv geworden seien.

    "Bitte sorgen Sie sich nicht, dem Tier geht es gut. Sollte es den Ausweg aus dem Sparrenlech tatsächlich nicht von alleine finden, werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet", hieß es darauf.

    Feuerwehr improvisiert mit "Biber-Rettungs-Brett"

    Doch der Biber fand den Ausweg aus dem Sparrenlech tatsächlich nicht von alleine. Die "entsprechende Maßnahme" der Feuerwehr: ein eilig improvisiertes "Biber-Rettungs-Brett", über das der Biber aus dem Kanal klettern konnte. "Hoffentlich nagt er es nicht an", kommentierte die Feuerwehr nach Anbringung in einer Mitteilung.

    © Feuerwehr Augsburg/Friedhelm Bechtel

    Darüber dürfte der Biber geklettert sein.

    Das hat er augenscheintlich nicht, im Gegenteil: Am nächsten Morgen ward von dem Biber nichts mehr gesehen. "Biber sind ja recht kluge Tiere, ich nehme an, dass er über die Rampe seinen Weg gefunden hat", sagt die städtische Biber-Beauftragte Monika Weber auf Anfrage. Schon am Morgen, als sie nach dem Rechten gesehen hatte, sei der Biber nicht mehr dagewesen.

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