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Ein bayerisches Unikum: Das Landesamt für Pflege | BR24

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Das Landesamt für Pflege in Amberg

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    Ein bayerisches Unikum: Das Landesamt für Pflege

    Das Landesamt für Pflege ist nicht nur die jüngste Behörde im Freistaat, sondern auch eine, die es nur in Bayern gibt. Im ehemaligen Bundeswehr-Krankenhaus in Amberg wird seit zwei Jahren über Pflegeangelegenheiten entschieden.

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    Von
    • Peter Kveton

    Das Landespflegegeld ist eine bayerische Spezialität, das gibt es in keinem anderen Bundesland – ebenso wenig wie das Landesamt für Pflege. Erst vor zwei Jahren gegründet, ist es das jüngste Landesamt im Freistaat. Sein Sitz hat die Behörde in Amberg, untergebracht im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus.

    "Wir haben als allererste Aufgabe das Bayerische Landespflegegeld bekommen", sagt die kommissarische Leiterin Angela Schneider. "Da zahlen wir an Pflegebedürftige jährlich circa 350 Millionen Euro aus." Außerdem im Angebot: verschiedene Förderverfahren mit Pflegebezug, so zum Beispiel die "PflegeSoNah". "Das ist eine Investitionskostenförderung", erklärt Schneider. "Da geht es um die bauliche Schaffung von Pflegeplätzen, Konzeptpflegeplätze, Tages- und Nachtpflege und viele verschiedene Richtlinien: Hebammenbonus, Niederlassungsprämie und aktuell natürlich auch der Corona-Pflegebonus."

    Corona bringt neue Aufgaben für die Behörde

    Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist das Landesamt für Pflege in Bayern für die Liquiditätshilfen für Krankenhäuser zuständig. Für das Vorhalten von zusätzlichen Intensivbetten und Beatmungseinheiten bekommen die Kliniken Geld vom Staat: Allein in Bayern über 1,1 Milliarden Euro.

    Annette Becker arbeitet in der Poststelle des Landesamtes. Hier türmen sich nicht nur die Anträge auf das Landespflege: "Das sind Bescheide für die Krankenhäuser, die Liquiditätshilfen, die sie für die freigehaltenen Betten bekommen. Da geht es um Geld, ganz viel Geld."

    Weiblich dominierte Behörde

    Im Referat Informations- und Kommunikationstechnik wird daran gearbeitet, dass es im kommenden Jahr das papierlose Landesamt geben kann. Wobei der Publikumsverkehr weiterhin auch auf dem Papier stattfinden soll. Gleitet wird das Referat von einer Frau - wie überhaupt das gesamte Landesamt von Frauen dominiert werde. "Unter den Festangestellten sind zwei Drittel Frauen und ein Drittel Männer", sagt Pressesprecherin Stephanie Gräß. 350 Mitarbeiter soll das Landesamt für Pflege einmal haben, ständig kommen neue Mitarbeiter dazu – aus den unterschiedlichsten Bereichen.

    Unterschiedlichste Berufe unter einem Dach

    Das zeigt schon der Besuch einer Einführungsveranstaltung: "Ich bin eigentlich studierte Pädagogin, ja und ich habe mich entschieden hierher zu gehen, weil es mich einfach angesprochen hat und ich auch das neue Amt unterstützen möchte", sagt eine Teilnehmerin. Eine andere ist Betriebswirtin mit dem Wunsch, zu helfen. Eine Krankenschwester ist dabei und ein ausgebildeter Forstingenieur, der sagt, er habe Lust auf neue Herausforderungen.

    Dass es hier eine solche Vielzahl an Berufen gibt, ist auf die unterschiedlichen Aufgaben des Landesamtes zurückzuführen: Um neue Pflegeeinrichtungen kompetent beraten und unterstützen zu können, braucht es auch Architekten und Bauingenieure. Und: Die kommissarische Leiterin des Landesamtes Angela Schneider ist Juristin. Kommissarisch deswegen, weil der bisherige Präsident, Markus Schick als Leiter Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit ins Bundeslandwirtschaftsministerium wechselt – Schick ist Arzt und Tierarzt.

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