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Eigentlich nur mit Atemschutz | BR24

© pa/dpa/Patrick Lux

Ein junger Mann zieht an einer Shisha-Pfeife.

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    Eigentlich nur mit Atemschutz

    Die Rosenheimer Polizei hat 5 Shishabars kontrolliert – mit erschreckendem Ergebnis. In 2 Bars wurden Kohlenmonoxidwerte von bis zu 170 ppm gemessen. Die Feuerwehr arbeitet ab 80 ppm nur noch mit Atemschutz. Von Dagmar Bohrer-Glas und Günther Rehm

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    Anlass für die Kontrollen war ein Vorfall in einer Rosenheimer Shishabar Mitte Februar, bei dem ein Jugendlicher eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten hatte.

    Die extrem hohen Werte bei ihren Kontrollen führt die Polizei auf das Fehlen einer Be- und Entlüftung zurück. Bei einer Shisha wird der Rauch mit Kohle erhitzt. Dabei kann Kohlenmonoxid entstehen. Um weiteren Unfällen vorzubeugen, wird die Stadt Auflagen erlassen, die etwa die Installation von Lüftungsanlagen und die Anschaffung von CO-Warnmeldern vorsehen. Der Grenzwert liegt laut Polizei bei 30 ppm.

    Mindestens 18 Jahre

    Zudem wurden Verstöße gegen das Gesundheitsschutzgesetz in Sachen Nichtraucherschutz und gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt. "Das Rauchen von Wasserpfeifen und Shishas mit tabakhaltigen Substanzen in geschlossenen Gasträumen sowie die Nutzung von E-Shishas durch Unter-18-Jährige ist generell nicht gestattet", betont die Polizei Rosenheim.

    In zwei Bars gab es Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz. Das Hauptzollamt Rosenheim, das die Kontrollen begleitete, hat gegen einen Betreiber ein Steuerstrafverfahren eingeleitet.

    Stichwort Kohlenmonoxid

    Kohlenmonoxid behindert den Sauerstofftransport im Blut, was zum Tod durch Ersticken führen kann. Das Tückische: Das Gas ist farb-, geruch- und geschmacklos und nicht reizend und wird deshalb kaum wahrgenommen.