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Eichhörnchen in Szene gesetzt – Fotografien aus dem Oberallgäu | BR24

© BR/Viktoria Wagensommer

Die Hobby-Fotografin Angela Merk macht sehr ungewöhnliche Fotos. Sie legt Nüsse im Wald aus und wartet bis Eichhörnchen in einer bestimmten Pose stehen - dann fotografiert sie die Tiere. Fotomontage kommt für Merk nicht in Frage.

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Eichhörnchen in Szene gesetzt – Fotografien aus dem Oberallgäu

Die Hobby-Fotografin Angela Merk macht sehr ungewöhnliche Fotos. Sie legt Nüsse im Wald aus und wartet bis Eichhörnchen in einer bestimmten Pose stehen - dann fotografiert sie die Tiere. Fotomontage kommt für Merk nicht in Frage.

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Ein Eichhörnchen, das Harfe spielt, das einen Einkaufswagen schiebt oder in der Badewanne sitzt – solche Szenen spielen sich im Oberallgäu tatsächlich ab: Nämlich dann, wenn die Fotografin Angela Merk aus Weißenhorn die Tiere in Szene setzt. Im Eichhörnchenwald in Fischen sind die Eichhörnchen schon seit Jahrzehnten gefüttert worden und sie sind deshalb recht zahm und zutraulich. Am Dienstag, 2.12., war die Fotografin wieder im Allgäu, um ein Weihnachtsmotiv zu schießen.

Lockmittel für die Eichhörnchen

Angela Merk legt Nüsse als Lockmittel aus. Auf einem Baumstumpf hat sie eine kleine Fotokulisse aufgebaut: Ein Christbaum mit kleinen Lichtchen neben einem Weihnachts-Schriftzug. Jetzt fehlen nur noch die Eichhörnchen. Tatsächlich lassen sich die Tiere mit den Nüssen schnell anlocken. Für die Kamera Tricks zu machen, wie sich an einem Basketballkorb festzuhalten, in eine kleine Badewanne zu klettern oder sogar auf ein Fahrrad zu setzen – das kann Angela Merk ihnen allerdings nicht beibringen.

Eichhörnchen in Szene gesetzt - die Tricks der Fotografin

Ihre Bilder sind immer echt, betont Angela Merk, Fotomontagen macht sie nicht. Um die Eichhörnchen dazu zu bringen, zum Beispiel auf ein Fahrrad zu klettern, hängt Merk eine Puppentasse mit einer Haselnuss an einen Ast, damit die Tiere auf das Fahrrad klettern, um an die Nuss zu kommen. Damit es nicht nach Turnen, sondern nach richtigem Sitzen aussieht, muss sie etwas Glück haben und vor allem, sich konzentrieren: Sie muss genau im richtigen Moment abdrücken.

Eichhörnchen zu überfüttern ist kaum möglich

Nüsse bekommen die Eichhörnchen jede Menge während des Fotoshoootings. Andreas Fisel ist der Förster im Eichhörnchenwald. Solange man den Tieren Nüsse mit Schalen gibt, hat er keine Bedenken. Denn die Zähne der Tiere wachsen ständig nach, daher müssen sie abgenutzt werden. Dass die Eichhörnchen überfüttert werden, das befürchtet Andreas Fisel nicht. Eichhörnchen fressen täglich bis zur Hälfte ihres Körpergewichts, erzählt er.

Das lange Warten auf das perfekte Foto

Damit Angela Merk das Warten auf das perfekte Foto ohne Frostschäden übersteht, hat sie viele Schichten Kleidung an und Wärmekissen dabei. Dann – nach etwa zwei Stunden – klappt es tatsächlich: Ihr gelingt es, ein Eichhörnchen neben dem Christbaum zu fotografieren, als es sich gerade am Weihnachtsschild festhält. Süß sieht es aus: „Es hätte ein bisschen mehr Schnee liegen können, aber ansonsten bin ich zufrieden", sagt sie. Für mehr Schnee wird Angela Merk wohl wiederkommen müssen. Sie braucht noch ein Winterbild. Denn wenn sie Glück hat, dann druckt ein Verlag ihre Bilder im kommenden Jahr als Kalender.

© Angela Merk

Angela Merk braucht viel Geduld. Wenn das Eichhörnchen in der richtigen Pose ist, muss sie blitzschnell fotografieren

© Angela Merk

Mit diesem Bild ist Angela Merk zufrieden - nur der Schnee fehlt noch, findet sie.

© Angela Merk

Auch hier könnte ein bisschen Schnee nicht schaden, aber der Nussknacker macht natürlich auch auf Moos etwas her.

© Angela Merk

Mit einer Nuss, die von einem Baum hängt, hat Angela Merk das Eichhörnchen in diese Pose gebracht.

© Angela Merk

Die Tiere im Eichhörnchenwald sind Menschen gewöhnt, sie sind nicht scheu

© Angela Merk

Fast wirkt es so, als würde das Eichhörnchen mit den Seifenblasen spielen.

© Angela Merk

Wenn's drauf ankommt, haut das Tierchen auch mal auf die Pauke.