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Mitarbeiter der Stadt Bamberg spritzt Eichenprozessionsspinner-Gift
© BR-Studio Franken/Carlo Schindhelm
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Mitarbeiter der Stadt Bamberg spritzt Eichenprozessionsspinner-Gift

Die Stadt Bamberg startet heute mit der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Laut einer Mitteilung der Stadt werden die Arbeiten aufgrund der Witterung vorgezogen. Normalerweise werden die Bäume Anfang Mai behandelt. Weil die Eichen aber durch die aktuelle Witterung in den vergangenen Tagen förmlich explodiert seien, müssten die Arbeiten vorgezogen werden, so der Leiter des Gartenwesens im Städtischen Garten- und Friedhofsamt Michael Gerencser.

Immer mehr befallene Bäume

In den vergangenen Jahren hat Gerencser einen starken Anstieg von befallenen Eichen registriert. Mussten 2015 rund 313 Eichen gegen die Raupen behandelt werden, waren es 2018 bereits 854 Bäume. In diesem Jahr muss die Stadt Bamberg 1671 Eichen gegen den Schädling behandeln.

Allergische Reaktionen und Hautausschläge

Die Raupenhaare des Spinners stellen eine akute gesundheitliche Gefährdung für den Menschen dar, so Gerencser. Die feinen Brennhaare des Tieres lösten bei Berührung oder beim Einatmen verschiedenste allergische Reaktionen aus, von starken Hautausschlägen bis hin zu Schockreaktionen. Die Sicherheit der Bevölkerung habe absolute Priorität. Gespritzt werde mit einem für den Menschen ungefährlichen Biozid. Die Behandlung aller Bäume wird laut Stadt etwa eine gute Woche in Anspruch nehmen.

Nürnberg lässt Nester absammeln

Noch keinen Handlungsbedarf hat die Stadt Nürnberg. Die Eichen hier hätten noch nicht so ausgetrieben, so Andre Winkel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR). Sollten sich erste Nester zeigen würden diese abgesammelt, so Winkel.

Ein Arbeiter sprüht giftigen Nebel in die Baumkronen

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