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Eibacher Kärwa: Ärger wegen rechter Werbung | BR24

© Achim Kasch

Eibacher Mitteilungsblatt

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    Eibacher Kärwa: Ärger wegen rechter Werbung

    Im "Eibacher Mitteilungsblatt" der Werbeagentur "Seifert Medien" ist für die Eibacher Kirchweih geworben worden. Daneben war die Anzeige eines rechtsextremen NPD-Funktionärs abgedruckt. Das sorgte für Ärger. Nun hat sich der Verleger distanziert.

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    In dem kostenlosen Werbeprospekt der Werbeagentur "Seifert Medien" aus Wendelstein wurde für die Eibacher Kirchweih geworben, die vom 20. bis 25. Juni stattfindet. Neben einem Grußwort der Eibacher Kärwaboum und -madla war eine große Anzeige des NPD-Funktionärs Ralf Ollert abgedruckt. Ollert sitzt für die NPD-Tarnliste Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA) im Nürnberger Stadtrat.

    Kirchweih-Organisatoren distanzieren sich

    Der Eibacher Vorstadtverein, der die Kirchweih ausrichtet, distanzierte sich umgehend von dem Mitteilungsblatt und schrieb in einer Stellungnahme:

    "Wir distanzieren uns ausdrücklich von der im aktuellen Mitteilungsblatt auf den Seiten des Kärwaprogramms veröffentlichten politischen Werbeanzeige. (...) Der Eindruck, der durch die Werbeanzeige der BIA direkt im Beitrag und neben den Grüßen der Kärwaboum & -madla entsteht, ist nicht im Sinne der ehrenamtlich tätigen Vereine rund um die Kirchweih."

    Seifert-Medien reagiert und distanziert sich

    Jürgen Seifert, der Inhaber von Seifert Medien, teilte dem BR Ende Juni mit, dass sich das Mitteilungsblatt zwar als neutrales Medium verstehe, sich aber von Extremismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit distanziere. Zudem erklärte Seifert dem BR über eine Anwaltskanzlei:

    "Eine Überprüfung der Anzeige (..) hat gezeigt, dass der dort enthaltene Hinweis auf die Bürgerinitiative BIA Nürnberg mit den Grundwerten des Mitteilungsblattes nicht in Einklang zu bringen ist. Wir bedauern natürlich, dass uns dies bei unserer Anzeigenkontrolle nicht rechtzeitig aufgefallen ist."

    In der kommenden Ausgabe des Mitteilungsblattes will der Verlag zudem ausführlich Stellung nehmen.

    Journalist schockiert über Anzeige

    Der Eibacher Journalist Achim Kasch hatte sich zuvor an den BR gewandt und sich schockiert über die Anzeige gezeigt. Dem BR sagte Kasch:

    "Ich denke schon: Als Bürger gebietet es die Zivilcourage, sich solchen NPD-Männern und ausgewiesenen Rassisten und Antisemiten in den Weg zu stellen. Was mich sehr gewundert hat, war, dass Seifert Medien diese Anzeige angenommen hat. Also das prüft man doch, was man in seinem Blatt inseriert, wenn man seriös bleiben möchte." Achim Kasch, Journalist