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Ehrenamtliche wollen Rotmilan-Projekt in der Rhön weiterführen | BR24

© Sandra Limpert

Offiziell ist das Rotmilan-Projekt in der Rhön abgeschlossen, Ehrenamtliche wollen sich aber weiterhin für den Rotmilan einsetzen.

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    Ehrenamtliche wollen Rotmilan-Projekt in der Rhön weiterführen

    Sechs Jahre lang waren jährlich hunderte Ehrenamtliche am Rotmilan-Projekt beteiligt. Das länderübergreifende Schutzprojekt ist mittlerweile zwar offiziell abgeschlossen. Viele Ehrenamtliche wollen die Dokumentation des Greifvogels aber fortführen.

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    Gut erkennbar ist der Rote Milan durch seine tief gegabelte Schwanzform und sein rostbraunes Gefieder. Dennoch steht der Greifvogel auf der Vorwarnliste und gilt in der Rhön als gefährdet. Sechs Jahre lang gab es daher ein länderübergreifendes Projekt zum Schutz des Roten Milans. Offiziell ist das Projekt zwar bereits abgeschlossen, aufhören soll die Greifvogel-Erfassung aber nicht.

    Fazit: Ehrenamtliches Engagement für Rotmilan hoch

    Zwar gibt es nun keine weiteren Fördermittel mehr für landwirtschaftliche Schutzmaßnahmen. Dennoch sei über die Hälfte der Ehrenamtlichen bereit, den Rotmilan und seine Brutstandorte weiterhin zu kartieren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Rahmen einer Masterarbeit durchgeführt wurde.

    Laut Thorsten Raab, dem Leiter der Hessischen Verwaltung des Biosphärenreservats Rhön, ist es bundesweit einmalig, dass sich so viele Menschen so lange freiwillig engagiert haben. 45 der Menschen, die den Rotmilan weiterhin ehrenamtlich unterstützen wollen, waren zu einer Abschlussfeier am Schwarzen Moor im bayerischen Teil der Rhön gekommen.

    Länderübergreifendes Artenschutzprojekt

    Das länderübergreifende Artenschutzprojekt "Rotmilan in der Rhön" lief sechs Jahre lang. Pro Jahr haben nach Angaben der Verantwortlichen mindestens 100 Ehrenamtliche geholfen. Sie dokumentierten das Vorkommen des Greifvogels und seine Brutstellen. Insgesamt sei eine Fläche von etwa der doppelten Größe des Saarlands kartiert worden. Knapp die Hälfte aller Ehrenamtlichen seien von Projektbeginn an durchgängig beteiligt gewesen.

    Auffälligster Greifvogel in Rhöner Kulturlandschaft

    Der gefährdete Rote Milan gilt als der auffälligste Greifvogel in der Rhöner Kulturlandschaft. Um den Rotmilan in der Rhön zu erhalten, hat die Arbeitsgemeinschaft der Rhöner Landkreise einen Antrag für ein Bundesprojekt zum Schutz des Rotmilans gestellt. Das Projekt wurde 2014 bewilligt und lief bis Juli 2020. Insgesamt gab es 900.000 Euro Fördermittel, davon 75 Prozent vom Bundesprogramm "Biologische Vielfalt", die restlichen 25 Prozent von den Rhön-Landkreisen und dem Unesco-Biosphären-Reservat Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen. Antragsteller und federführend in dem Projekt war der Landkreis Fulda.

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