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Ehrenamtliche "stinksauer" über Panne bei Test-Ergebnissen | BR24

© BR/Katharina Häringer

Die ehrenamtlichen Helfer des BRK aus dem Raum Passau sind "stinksauer" über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Test-Ergebnissen. Sie hatten rund um die Uhr an der Corona-Teststation an der A3 bei Passau ehrenamtlich getestet.

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Ehrenamtliche "stinksauer" über Panne bei Test-Ergebnissen

Viele Reiserückkehrer haben die Corona-Teststation an der Rastanlage Donautal-Ost an der A3 bei Passau genutzt. Rund um die Uhr wurde dort getestet, zunächst ausschließlich von Ehrenamtlichen. Diese sind nun sauer über die Panne bei den Ergebnissen.

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Die ehrenamtlichen Helfer des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) aus dem Raum Passau sind "stinksauer" über die Panne bei der Übermittlung von Corona-Test-Ergebnissen.

"Schlag ins Gesicht" der Ehrenamtlichen

Michael Wenig, stellvertretender Kreisgeschäftsführer des BRK Passau, spricht von einer "Unverschämtheit den Ehrenamtlichen gegenüber". Das BRK sei eingesprungen, als der Freistaat Hilfe gebraucht habe.

"Es ist ein Schlag ins Gesicht aller Ehrenamtlicher, die 24 Stunden bei 35 Grad draußen standen und ihr Bestes gegeben haben." Michael Wenig, stellvertretender Kreisgeschäftsführer des BRK Passau

Helfer hatten nur Zettel und Stift zur Verfügung

Die Testzentren seien über Nacht aufgebaut worden und die Helfer hätten nur mit den ihnen zur Verfügung gestellten Materialen arbeiten können. Das waren im Fall der Kontakterfassung: Zettel und Stift. "Hätten wir ein EDV-System gehabt, hätten wir es verwendet. Dann hätte es die Probleme nicht gegeben. Aber das wurde uns nicht zur Verfügung gestellt", sagt Michael Wenig.

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Michael Wenig, stellvertretender Kreisgeschäftsführer des BRK Passau

Seit dieser Woche privater Dienstleister im Einsatz

Erst seit Montag ist ein privater Dienstleister an der A3 im Einsatz. Dessen Mitarbeiter können die Daten digital erfassen. Auch wenn Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bestätigt hat, dass die Ehrenamtlichen nichts für den Rückstau können, sind in den vergangenen Tag hunderte Beschwerde-Mails und -Anrufe beim BRK gelandet.

Vorfall sei "Motivationsbremse"

Viele Ehrenamtlichen treffe die Kritik sehr, erzählt Wenig. Er denkt, dass dieser Vorfall eine Motivationsbremse ist und Konsequenzen haben könnte: "Im Rahmen der Humanität sind die Helfer jederzeit bereit. Aber solche Einsätze, die keine Kernaufgabe des BRK sind, werden in Zukunft nicht mehr mit so viel Personal besetzt werden können. Dafür finden sich nicht mehr so viele Leute, denke ich."

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Die freiwilligen Hilfsorganisationen haben einen professionellen Dienst beim Aufbau der Corona-Teststationen geleistet, erklärte Wolfgang Obermair, der stellvertretende Landesgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes.

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