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Über 10.000 Schuhe für geflüchtete Menschen haben Ehrenamtliche in und um Würzburg gesammelt. Das Sortieren der Schuhe funktioniert während Corona nur in Kleingruppen - dafür aber 24 Stunden lang.

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Ehrenamtliche sortieren 24 Stunden lang Schuhe in Würzburg

Ehrenamtliche der Würzburger Hilfsorganisation Hermine sortieren an diesem Wochenende mehrere Tausend Schuhe für Menschen auf der Flucht. Weil sie wegen der Corona-Auflagen nur in Kleingruppen arbeiten dürfen, machen sie die Aktion 24 Stunden lang.

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Von
  • Josef Lindner

Kinderstiefel, Frauen- und Männerschuhe – mehrere tausend Schuhe haben die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisation Hermine in Würzburg für Menschen auf der Flucht gesammelt. Nun müssen sie nach Größen und Einsatzmöglichkeiten sortiert werden, damit sie rasch verschickt werden können. Corona erschwert die Arbeit der Helfer. Da sie nicht mehr gemeinsam in ihrer Lagerhalle arbeiten dürfen, wollen sie nun mit einer 24-Stunden-Aktion möglichst viele Hilfspakete packen. Der lange Winter verschärft die Situation in den Flüchtlingslagern.

Ausgangssperre erschwert Hilfsaktion

Ursprünglich wollten die Helfer 24 Stunden lang rund um die Uhr sortieren. Doch dies ist mit der derzeitigen nächtlichen Ausgangssperre in Würzburg nicht möglich. Nun arbeiten die Ehrenamtlichen am Samstag und Sonntag jeweils von 9.00 bis 21.00 Uhr. Wie bei einem Staffellauf wechseln sich kleine Gruppen ab. Am Ende sollen mehrere Tausend Schuhe sortiert sein. Die Pakete werden dann zum Beispiel nach Bosnien und Frankreich verschickt.

Tonnenweise Hilfsgüter für Flüchtlingslager

Hermine steht für Hilfe zur Erstversorgung für Menschen in Not in Europa. Seit fünf Jahren engagieren sich in Würzburg Ehrenamtliche. Alleine im vergangenen Jahr wurden rund 12 Tonnen Kleidung, Schlafsäcke und Zelte unter anderem nach Griechenland, Italien und Frankreich versandt. Die Aktiven von Hermine e.V. sammelten mit anderen Organisationen in den vergangenen Wochen über 10.000 Schuhe.

Hilfe wird dringend gebraucht

Paul Schulz ist einer der Ehrenamtlichen von Hermine. Dem Studenten ist das Engagement sehr wichtig. Die Situation vieler Flüchtenden macht ihn sprachlos. Im Schuhe und Kleidung sortieren sieht der 25-Jährige auch ein wichtiges Zeichen: nicht wegschauen, sondern helfen so gut er kann. "Neben einer warmen Jacke sind Schuhe wichtig in dieser kalten Jahreszeit", sagt Paul Schulz. So sorgt er mit rund 50 anderen Helfern an diesem Wochenende dafür, dass der Hilfstransport von Würzburg aus bald starten kann.

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Ehrenamtliche Hilfsaktion in Würzburg

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