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Ehrenamtliche helfen im Triefensteiner Freibad aus | BR24

© Ralph Wege/BR-Mainfranken

Für viele Gemeinden sind ihre Freibäder zu teuer geworden. Darum haben sich in einigen Orten, wie etwa in Triefenstein, Fördervereine gegründet. In den Bädern haben die Ehrenamtlichen alle Hände voll zu tun. Wegen Corona sind ihre Aufgaben gewachsen.

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Ehrenamtliche helfen im Triefensteiner Freibad aus

Vielen Gemeinden sind ihre Freibäder zu teuer geworden. Darum haben sich in einigen Orten, wie etwa in Triefenstein, Fördervereine gegründet. In den Bädern haben die Ehrenamtlichen alle Hände voll zu tun. Wegen Corona sind ihre Aufgaben gewachsen.

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Von
  • Ralph Wege
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Vielen Gemeinden sind ihre Freibäder zu teuer geworden – manche wollten diese sogar schließen. Darum haben sich in einigen Ortschaften Fördervereine gegründet. Zum Beispiel im Triefensteiner Ortsteil Lengfurt. Dort gibt es ein Waldbad und die Ehrenamtlichen haben alle Hände voll zu tun, um den Badespaß am Laufen zu halten. Wegen des Coronavirus sind die Aufgaben der Ehrenamtlichen erheblich gewachsen.

Ehrenamtliche an der Kasse und am Beckenrand

Karl Fuchs, ein ehrenamtlicher Helfer, sitzt an der Kasse des Waldbads. Das Freibad öffnet um 13 Uhr. Badegäste stehen bei ihm Schlange. Bei großem Andrang dürfen wegen der Corona-Auflagen nicht alle ins Schwimmbad. "Es geht drum, nicht nur zu kassieren, sondern auch mitzuzählen, wie viele Leute sind im Bad. Bei 500 ist Schluss", erklärt er. Georg Holzmann ist Beckenaufsicht, steht am großen Schwimmerbecken und blickt konzentriert aufs Wasser. Der ehrenamtliche Rettungsschwimmer sorgt für Sicherheit und Ordnung. Wegen Corona hat er nun mehr Arbeit. "Du musst schauen, dass nicht so viele Leute im Becken sind. Es dürfen 60 Leute ins Becken rein. Und ich zähle auch immer. Und wenn zu viele Leute im Becken drin sind, müssen die auch wieder rausgeholt werden", berichtet er.

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das Waldbad nicht zu halten

Damit das Waldbad überhaupt öffnen kann, braucht es viele ehrenamtliche Helfer, weiß Klaus Scheller, der erste Vorsitzende des Fördervereins "Triefenstein Pro Waldbad". Den Förderverein gibt es seit drei Jahren. Rund 50 ehrenamtliche Helfer opfern einen Teil ihrer Freizeit und halten so das Waldbad in Schuss. Ihre Aufgaben sind beispielsweise Rasenmähen, Betreiben des Kiosks und Saubermachen. Durch die Ehrenamtlichen spart der Förderverein viel Geld.

Verein hält Freibad in Schuss

Ohne diesen Verein hätte die Gemeinde das Freibad wegen der hohen Kosten, die Jahr für Jahr anfallen, geschlossen, sagt Scheller. Das Waldbad wurde vor über 40 Jahren eröffnet. Laut Klaus Scheller stehen Sanierungskosten von rund 2,5 Millionen Euro an. Diese Kosten kann sich die Gemeinde nicht leisten, meint der Vorsitzende des Fördervereins. Sein Verein bot eine Lösung an: "Wir vom Verein haben gesagt: Wir brauchen gar nicht so viel Geld, weil wir würden das auf Jahre verteilt in Eigenleistung machen", erzählt er.

© BR Fernsehen

Viele Gemeinden können sich Freibäder nicht mehr leisten, darum springen oft Fördervereine ein, um diese zu erhalten. So wie in Triefenstein, dort engagiert sich der Förderverein Triefestein pro Waldbad.

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