BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

"Ehrenamt im Dialog": Kanzlerin Merkel kommt nach Deggendorf | BR24

© BR/Sarah Beham

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nach Deggendorf. Sie wird bei der Veranstaltung "Ehrenamt im Dialog" ehrenamtliches Engagement würdigen und darüber diskutieren.

9
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

"Ehrenamt im Dialog": Kanzlerin Merkel kommt nach Deggendorf

Gestern Libyen-Gipfel in Berlin, heute Ehrenamt in Deggendorf: Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nach Niederbayern und will ehrenamtliches Engagement nicht nur würdigen, sondern auch darüber diskutieren. Erwartet werden rund 2.500 Ehrenamtliche.

9
Per Mail sharen
Teilen

Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt heute nach Deggendorf. Sie wird bei der Veranstaltung "Ehrenamt im Dialog" ehrenamtliches Engagement würdigen und darüber diskutieren. Neben Merkel werden unter anderem auch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder, Verkehrsminister Andreas Scheuer, EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) erwartet.

Rund 2.500 Ehrenamtler in Deggendorf erwartet

Ab 15 Uhr ist Einlass für die rund 2.500 Ehrenamtler aus dem Landkreis Deggendorf in den Deggendorfer Stadthallen. Um 17 Uhr wird die Bundeskanzlerin erwartet. Nach kurzen Ansprachen und Grußworten erwartet die Besucher eine Podiumsdiskussion rund um das Thema Ehrenamt. Teilnehmen werden an der Diskussion neben Angela Merkel vier ausgewählte ehrenamtlich Tätige: Judith Rothenwöhrer von der Feuerwehr, Trachtler-Vorstand Bernd Walter, Hildegard Plaschzyk vom Hospizverein und Otto Baumann vom Landessportverband. Moderiert wird die Podiumsdiskussion vom Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Christian Nitsche. Anschließend bleibt Zeit für Fragen aus dem Publikum, bevor Angela Merkel die Veranstaltung verlässt.

Informationsstände in den Stadthallen

Für die Ehrenamtlichen geht es bei einem "Come-together" mit Brezen und Handwurst weiter. In den Stadthallen werden zudem ausgewählte Informationsstände vorhanden sein, um sich über das Ehrenamt und die jeweiligen Aufgaben zu informieren. So werden sich beispielsweise das Freiwilligenzentrum "Mach mit" oder das Seniorenbüro aus Deggendorf vorstellen.

Über 4.000 Einladungen an ehrenamtlich Tätige versandt

Der Weg bis zum heutigen Kanzlerinnenbesuch war ein langer und anstrengender für Stadt und Landkreis: Rund 4.500 Einladungen wurden an ehrenamtlich Tätige versandt. Stadt, Landkreis und das Bundeskanzleramt waren in ständigem Kontakt, wie Deggendorfs Landrat Christian Bernreiter und Deggendorfs Oberbürgermeister Christian Moser (CSU) bestätigen. Es sei eine große Herausforderung für alle Beteiligten gewesen, die nicht alltäglich sei - man habe viel Herzblut in die Arbeit gesteckt. Wie Moser verraten hat, gibt es viele Vorschriften bei einem Kanzlerbesuch:

"Man kann sich nicht vorstellen, was da für Details wichtig sind, was dann das Bundeskanzleramt durchcheckt - bis zu meinen Worten. Mein Grußwort liegt in Berlin und wird gecheckt, ob ich das so sagen darf. Alles ist minutiös geplant," sagt Christian Moser.

Merkel und Bernreiter: Wie es zu dem Termin kam

Dass die Kanzlerin das niederbayerische Deggendorf besucht, ist hauptsächlich Landrat Bernreiter zu verdanken: Bernreiter und Merkel pflegen ein gutes Verhältnis: "Damals während der Flüchtlingskrise habe ich sie persönlich kennen gelernt - sie ist eine blitzgescheite Frau, die Dinge rasend schnell aufnehmen kann. Seitdem, wenn wir uns irgendwo treffen, kennt sie mich mit Namen, was bei mir für großes Staunen sorgt, weil ich nicht so ein Namensgedächtnis habe wie sie," findet Christian Bernreiter.

NATO-Gipfel sorgte für Terminverschiebung

Vor rund einem Jahr habe Bernreiter den Termin rund um das Ehrenamt vorbereitet und die Bundeskanzlerin dazu eingeladen - beiden sei das Ehrenamt wichtig, so Bernreiter. Merkel habe telefonisch zugesagt, musste jedoch den zunächst geplanten Termin am 3. Dezember 2019 wegen des NATO-Gipfels in London verschieben: "In Berlin bei der 70-Jahr-Feier der CSU-Landesgruppe habe ich sie dann zufällig beim Vorbeigehen getroffen - sie hat mich gesehen, ist hergekommen und hat gesagt: "Wir müssen den Termin bei Ihnen verlegen´. Ich war verblüfft, ich kann mir nicht jeden kleinen Termin bei mir merken," meint Bernreiter.

Persönlich sei Merkel "ganz normal". Bernreiter und Merkel verbinde die Naturwissenschaft: "Sie ist Physikerin, ich Ingenieur. Ich habe festgestellt, dass wir in vielen Dingen auf derselben Wellenlänge sind von der Herangehensweise her - ist der Naturwissenschaft wohl geschuldet."

Bernreiter freut sich auf den Besuch von Merkel in seinem Landkreis - er hofft, dass sich die Ehrenamtlichen dadurch geehrt fühlen. Es handle sich nicht um eine "Show-Veranstaltung", Merkel sei dieses Thema sehr wichtig und nehme den Termin sehr ernst, so Bernreiter.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!