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Ehemaliger Leiter der Wiesnwache bis auf Weiteres versetzt | BR24

© Julia Müller/BR/BRBild

Archivbild: Polizist am Eingang zum Münchner Oktoberfest

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    Ehemaliger Leiter der Wiesnwache bis auf Weiteres versetzt

    Weil er einen Wirt 2018 vor einer Razzia auf dem Münchner Oktoberfest gewarnt hat, ist der damalige Leiter der Wiesnwache bis auf Weiteres von seinem heutigen Posten versetzt worden. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren eröffnet.

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    Der Münchner Polizeidirektor ist bis auf Weiteres von seinem Posten entbunden und werde "außerhalb des Polizeipräsidiums München" eingeplant. Dies teilte das Münchner Polizeipräsidium am Freitagabend auf BR-Anfrage mit.

    Darüber hinaus werde gegen den Polizeibeamten, der beim Oktoberfest 2018 einen Wiesnwirt am Tag vor einer Razzia in dessen Festzelt vorgewarnt hatte, ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Über die Einleitung des Verfahrens gegen den damaligen Leiter der Wiesnwache habe Polizeipräsident Thomas Hampel noch am Freitag entschieden.

    Damaliger Chef der Wiesn-Wache warnte Wirt vor Razzia

    Der Beamte war am 1. April 2020 zum Polizeidirektor befördert worden, noch während das Ermittlungsverfahren gegen ihn wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen lief. Im August wurde der Beamte zu einer Geldstrafe verurteilt, die kurz darauf rechtskräftig wurde.

    Die Razzia 2018 im Festzelt Winzerer Fähndl hatte sich nicht gegen den Festwirt gerichtet, sondern gegen den Chef mehrerer Reinigungsfirmen. Der Vorfall wurde in dieser Woche durch einen Bericht der Süddeutschen Zeitung öffentlich.

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