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Ehemaliger Abt von Niederaltaich Jungclaussen gestorben | BR24

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Einst hat er gegen den Donau-Ausbau und für eine intakte Natur gekämpft - und außerdem das Kloster Niederaltaich im Landkreis Deggendorf geleitet: Emmanuel Jungclaussen. Der vielfache Preisträger starb jetzt mit 91 Jahren. Eine Würdigung.

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Ehemaliger Abt von Niederaltaich Jungclaussen gestorben

Das Kloster Niederaltaich trauert: Der ehemalige Abt Emmanuel Jungclaussen ist gestorben. Der Altabt galt als Ikone des Widerstands gegen den Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen.

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Der Altabt des Klosters Niederaltaich Emmanuel Jungclaussen ist am Samstag im Alter von 91 Jahren gestorben. Das erfuhr der BR aus Klosterkreisen.

Christlicher Widerstand

Der Abt ist durch seine schriftstellerische Tätigkeit über Meditationspraktiken, die mittlerweile für psychotherapeutische Prozesse verwendet werden, bekannt geworden. In den 1990er-Jahren wurde er durch seinen Einsatz für die frei fließende Donau zur Symbolfigur für den christlich geprägten Widerstand gegen die inzwischen aufgegebenen Staustufenpläne an der niederbayerischen Donau. Als Abt rief er auch die Donausegnungen in Niederalteich ins Leben, die bis heute jedes Jahr am Tag der Taufe Jesu im Jordan an der Donau abgehalten werden. 2001 erhielt Jungclaussen das Bundesverdienstkreuz, 2008 den Bayerischen Naturschutzpreis und 2014 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt.

Emmanuel Jungclaussen

Jungclaussen wurde 1927 in Frankfurt an der Oder geboren, erhielt den Namen Walter und wuchs in seinem evangelisch-lutherischen Elternhaus auf. 1955 trat er in das niederbayerische Kloster Niederaltaich bei Deggendorf ein und erhielt den Mönchsnamen Emmanuel. Noch als junger Mönch ging er für ein Jahr in eine Zen-Buddhistische Einsiedelei nach Japan, in der er sich ausschließlich der Meditation widmete.

1989 wählte ihn die Klostergemeinschaft zum Abt, dieses Amt hatte er bis 2001 inne.