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Ehemalige Covid-Patienten gründen erste Selbsthilfegruppe | BR24

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Die Covid-19-Erkrankung ist überstanden. Aber wie geht es jetzt weiter? Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag? In Regensburg gründet sich jetzt eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Covid-Patienten in Niederbayern und der Oberpfalz.

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Ehemalige Covid-Patienten gründen erste Selbsthilfegruppe

Die Covid-19-Erkrankung ist überstanden. Aber wie geht es jetzt weiter? Wie gelingt die Rückkehr in den Alltag? In Regensburg gründet sich jetzt eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Covid-Patienten. Es ist eine der ersten ihrer Art in Deutschland.

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Von
  • Uli Scherr
  • BR24 Redaktion

Im Internet ist am Mittwoch zum ersten Mal eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Covid-19-Patienten aus Niederbayern und der Oberpfalz zusammen gekommen. Es ist eine der ersten derartigen Selbsthilfegruppen in Deutschland überhaupt.

Wie kann ich meine Genesung weiter vorantreiben? Welche Rehamöglichkeiten habe ich? Wie gelingt der Weg zurück ins normale Leben? Fragen wie diese beschäftigen Menschen, die eine schwere Covid-19-Erkrankung überstanden haben.

Erleichterung, Entlastung, Solidarität

Die neue Selbsthilfegruppe soll den Betroffenen das Gefühl geben, dass sie mit ihren Sorgen und Fragen nicht alleine sind, sagt Pädagogin Lisbeth Wagner von der Regensburger Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Kiss): "Das kann ein Stück Erleichterung, ein Stück Entlastung sein, aber auch Solidaritätsempfinden bringen."

15 Teilnehmer beim ersten Treffen

Die Regensburger Kontaktstelle hat mitgeholfen, die erste Selbsthilfegruppe für ehemalige Covid-19-Patienten aus der Region Ostbayern auf die Beine zu stellen. Zu dem ersten Treffen, das nun aus Infektionsschutzgründen nur per Videokonferenz stattfindet, haben sich 15 Betroffene angemeldet.

Initiiert worden ist die Selbsthilfegruppe von dem Unternehmer Karl Baumann aus Wenzenbach im Landkreis Regensburg. Er war im März 2020 erkrankt und überlebte die Krankheit nach schwerem Verlauf und siebenwöchigem Klinikaufenthalt nur knapp. Bis heute leidet er an den Folgen von Covid-19 und ist arbeitsunfähig.

Idee kam während der Reha

Die Idee für eine solche Gruppe bekam Baumann während einer mehrwöchigen Reha, bei der er andere Covid-19-Patienten kennenlernte. "Am hilfreichsten war für mich, dass die anderen mit den gleichen Spätfolgen zu kämpfen haben. Man hat von den anderen Tipps gekriegt. Und so greift man nach jedem Strohhalm." Genau diesen Austausch soll es nun in der Selbsthilfegruppe geben.

Gibt es bald weitere Gruppen?

Die Fachbegleiter von der Regensburger Kontaktstelle erwarten, dass sich schon bald weitere Gruppen von früheren Covid-19-Patienten in der Region gründen werden.

Künftig will die Selbsthilfegruppe einmal im Monat zusammenkommen. Sobald es die Umstände wieder zulassen, wollen sich die Teilnehmer auch von Angesicht zu Angesicht treffen. Die Treffen sollen dann in Donaustauf im Landkreis Regensburg, in der dortigen Fachklinik für Atemwegserkrankungen, stattfinden.

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