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Edelgas Radon: Wunsiedel soll Vorreiter bei Prävention werden | BR24

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Für Arbeitsplätze gilt: Bei Überschreitung des Referenzwertes von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft müssen Maßnahmen eingeleitet werden.

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    Edelgas Radon: Wunsiedel soll Vorreiter bei Prävention werden

    Der Landkreis Wunsiedel soll zum ersten Radon-Vorsorgegebiet in Bayern erklärt werden. Dort gelten dann künftig strenge Vorgaben in Bezug auf das Edelgas, das gesundheitsschädlich sein kann. Zuletzt war fehlender Schutz vor Radon angeprangert worden.

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    • BR24 Redaktion

    Wenige Tage nach der SPD-Kritik an dem Bayerischen Umweltministerium in Zusammenhang mit Schutzmaßnahmen gegen das Edelgas Radon, soll der Landkreis Wunsiedel nun Vorreiter bei der Prävention von Radonbelastungen werden. Schon bald soll mit ersten Messungen der Gaskonzentration begonnen werden, teilte das Landratsamt mit. Wunsiedel sei "der erste Landkreis in Bayern, in dem systematisch alle Arbeitsplätze untersucht und – falls nötig – in der Folge radonsicher gemacht werden".

    Vorreiterrolle: Landkreis Wunsiedel wird Radon-Vorsorgegebiet

    Nach Beschluss der Staatsregierung wird der Landkreis im Februar als erste Region in Bayern zum sogenannten Radon-Vorsorgegebiet ausgewiesen. In einem solchen Gebiet gelten strenge Vorgaben für Neubauten und Messpflichten an Arbeitsplätzen im Erd- und Kellergeschoss.

    "Ich begrüße das sehr", betonte Landrat Peter Berek (CSU). Es sei seit Jahren bekannt, dass es in vielen Landkreisen in Oberfranken und Oberbayern hohe Radonbelastungen gebe. Nun würden "auch umfangreiche Untersuchungen und Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Davon können wir hier im Landkreis nur profitieren".

    Edelgas Radon kann Risiko für Lungenkrebs erhöhen

    Das Edelgas Radon ist nicht zu sehen, zu riechen oder zu schmecken. Wird das Gas über einen längeren Zeitraum in höheren Konzentrationen eingeatmet, erhöht sich das Risiko für Lungenkrebs. Bürgern in Regionen mit hoher Belastung wird empfohlen, regelmäßig zu lüften und undichte Stellen in Keller und Erdgeschoss abdichten zu lassen.

    Im Herbst vergangenen Jahres war bekanntgeworden, dass die Bundesländer bis zum 31. Dezember 2020 gemäß einer Neuregelung im Strahlenschutzgesetz Gebiete ausweisen müssen, in denen eine beträchtliche Zahl an Gebäuden den Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft überschreitet.

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