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Echte Grabsteine im Freizeitpark – Prozess wird fortgesetzt | BR24

© dpa / picture-alliance

Horrorhaus im Freizeitland Geiselwind

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    Echte Grabsteine im Freizeitpark – Prozess wird fortgesetzt

    Die echten Grabsteine, die als Deko im Freizeitpark Geiselwind aufgestellt wurden, beschäftigen noch einmal die Justiz. Der Prozess wird am heutigen Freitag (12.10.18) am Amtsgericht Kitzingen fortgesetzt - möglicherweise fällt auch das Urteil.

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    Vor Gericht soll unter anderem der Steinmetz aussagen, der dem Betreiber des Freizeitparks Geiselwind die Grabsteine verkauft hatte. Er hatte der Staatsanwaltschaft zufolge die Inschriften auf den Steinen nicht entfernt. Gleichzeitig soll er seinen Neffen bei der Übergabe aber darauf hingewiesen haben, dass er die Namen unkenntlich machen muss. Das ist nicht passiert. Der Parkbetreiber muss sich deshalb wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verantworten.

    Witwe erwartet Entschuldigung

    Eine 13-jährige Schülerin hatte vor dem Geisterhaus des Freizeitparks den Grabstein mit dem Namen ihres verstorbenen Großvaters entdeckt. Darüber sei sie sehr traurig gewesen, sagte die Schülerin am ersten Verhandlungstag vor gut zwei Wochen (25.09.18). Die Witwe des 1996 verstorbenen Mannes zeigte sehr erbost über den Fall. Sie hätte schon längst eine Entschuldigung des Park-Betreibers erwartet.

    Bisher keine Einigung

    Diese Entschuldigung holte der 33-Jährige Beschuldigte am ersten Verhandlungstag nach und erklärte, er habe niemanden weh tun wollen. Er habe sich einfach nichts dabei gedacht, als er die die Grabsteine aufstellte. Die Parteien konnten sich nicht auf eine Einstellung des Verfahrens einigen. Der Anwalt des angeklagten 33 Jahre alten Geschäftsführers hatte eine Zahlung von 5.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen angeboten. Der Staatsanwalt wollte, dass zusätzlich alle weiteren Grabsteine im Freizeitpark, die über Original-Inschriften verfügen, vom Angeklagten beseitigt oder unkenntlich gemacht werden.