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Horrorhaus im Freizeitland Geiselwind
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Autoren

Achim Winkelmann
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Horrorhaus im Freizeitland Geiselwind

Vor Gericht soll unter anderem der Steinmetz aussagen, der dem Betreiber des Freizeitparks Geiselwind die Grabsteine verkauft hatte. Er hatte der Staatsanwaltschaft zufolge die Inschriften auf den Steinen nicht entfernt. Gleichzeitig soll er seinen Neffen bei der Übergabe aber darauf hingewiesen haben, dass er die Namen unkenntlich machen muss. Das ist nicht passiert. Der Parkbetreiber muss sich deshalb wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verantworten.

Witwe erwartet Entschuldigung

Eine 13-jährige Schülerin hatte vor dem Geisterhaus des Freizeitparks den Grabstein mit dem Namen ihres verstorbenen Großvaters entdeckt. Darüber sei sie sehr traurig gewesen, sagte die Schülerin am ersten Verhandlungstag vor gut zwei Wochen (25.09.18). Die Witwe des 1996 verstorbenen Mannes zeigte sehr erbost über den Fall. Sie hätte schon längst eine Entschuldigung des Park-Betreibers erwartet.

Bisher keine Einigung

Diese Entschuldigung holte der 33-Jährige Beschuldigte am ersten Verhandlungstag nach und erklärte, er habe niemanden weh tun wollen. Er habe sich einfach nichts dabei gedacht, als er die die Grabsteine aufstellte. Die Parteien konnten sich nicht auf eine Einstellung des Verfahrens einigen. Der Anwalt des angeklagten 33 Jahre alten Geschäftsführers hatte eine Zahlung von 5.000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen angeboten. Der Staatsanwalt wollte, dass zusätzlich alle weiteren Grabsteine im Freizeitpark, die über Original-Inschriften verfügen, vom Angeklagten beseitigt oder unkenntlich gemacht werden.

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Achim Winkelmann

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 12.10.2018 - 08:30 Uhr