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Echte Grabsteine im Freizeitland Geiselwind: Betreiber verwarnt | BR24

© dpa / picture-alliance

Horrorhaus im Freizeitland Geiselwind

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    Echte Grabsteine im Freizeitland Geiselwind: Betreiber verwarnt

    Beim Prozess um echte Grabsteine im Freizeitland Geiselwind ist am Mittag das Urteil gefallen. Der angeklagte Betreiber des Freizeitparks wurde verwarnt. Außerdem soll er als Geldauflage 1.200 Euro an ein Kinderheim zahlen.

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    Das Aufstellen echter Grabsteine mit lesbarer Inschrift mit dem Namen des Verstorbenen sei eine Zurschaustellung, die über eine kurzfristige Beleidigung hinausgehe, sagte der Richter am Amtsgericht Kitzingen. Das Andenken der Verstorbenen sei damit verunglimpft worden.

    Inschriften wurden trotz Hinweis nicht entfernt

    Der Betreiber des Freizeitlands habe vom Steinmetz, von dem er die Grabsteine bekommen hatte, einen Hinweis bekommen, dass er die Inschriften entfernen soll. Allerdings sei der Betreiber selbst an der Aufstellung der Steine nicht beteiligt gewesen, so der Richter. Die Geldauflage in Höhe von 1.200 Euro ist an das Kinderheim in Geesdorf zahlen.

    13-Jährige entdeckte Grabstein ihres Großvaters vor "Horrorhaus"

    Im Freizeitland Geiselwind waren mindestens acht Grabsteine mit echter und lesbarer Inschrift vor dem "Horrorhaus" auf dem Gelände aufgestellt. Einer damals 13 Jahre alten Schülerin aus Michelau (Lkr. Lichtenfels) war bei einem Ausflug im Sommer 2017 der Grabstein ihres Großvaters aufgefallen.