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Sternenhimmel

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    Earth Night: In Röthlein blieben Straßenlaternen über Nacht aus

    In Röthlein und den Partnergemeinden Heidenfeld und Hirschfeld blieb es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag dunkel. Anlässlich der Earth Night wurden die Straßenlaternen ausgeschaltet. Zusätzlich gab es mehrere Aktionen in den Gemeinden.

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    Von
    • Silva Schreiner

    Gestern Nacht war Earth Night. Bei dieser Aktion soll einmal im Jahr das künstliche Licht reduziert werden, um symbolisch auf die Lichtverschmutzung und deren Folgen aufmerksam zu machen. In den Gemeinden Röthlein, Heidenfeld und Hirschfeld im Landkreis Schweinfurt blieben die Straßenlaternen deshalb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ausgeschaltet.

    Ausstellung in Röthlein

    In der Grundschule in Röthlein hatten Bürger von 20 bis 22 Uhr die Möglichkeit, eine Ausstellung zu besuchen, die über die Folgen der Lichtverschmutzung informiert hat. Außerdem wurden im Hof mehrere Teleskope aufgestellt, um den Sternenhimmel näher betrachten zu können.

    Sternführung in Heidenfeld

    Neben der Ausstellung in Röthlein, konnten Interessierte in Heidenfeld um 20.30 Uhr an einer Sternführung teilnehmen. Geleitet wurde die Sternführung von Joachim Schneider vom Biosphärenreservat in der Rhön. Weil das künstliche Licht in dieser Nacht wegblieb, war der Sternenhimmel klarer als an Tagen mit angeschalteten Straßenlaternen. Den Teilnehmern wurden mehrere Sternbilder und Planeten gezeigt, die in der Nacht zu sehen waren. Auch Bürgermeister Peter Gehring, der die Teilnahme an der Earth Night initiiert hatte, war vor Ort, um den Sternenhimmel zu erkunden.

    Earth Night will auf Folgen der Lichtverschmutzung hinweisen

    Die Earth Night ist eine Aktion, die von den "Paten der Nacht" ins Leben gerufen wurde. Die ehrenamtliche Vereinigung will mit dieser Nacht auf die exzessive Nutzung von künstlichem Licht aufmerksam machen. Laut Mitglied Michael Sessler hat das Kunstlicht erhebliche Auswirkungen. Es beeinflusst den Tag-Nacht-Rhythmus und den Hormonhaushalt des Menschen und kann so zu weniger erholsamen Schlaf führen. Es schadet Tieren, Insekten und dem Wachstum von Pflanzen. Zugvögel werden von ihren Zugrouten abgelenkt, Insekten sterben und fehlen anschließend bei der Bestäubung von Pflanzen. Ganze Ökosysteme geraten durch die exzessive Nutzung von Kunstlicht aus dem Takt. Ziel der Aktion ist es nicht, jede Nacht dunkel zu halten, sondern einen bewussteren Umgang mit künstlichem Licht zu erreichen.

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    Mittags in Mainfranken

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    • Silva Schreiner
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