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E-Züge von Pfronten-Steinach nach München und Österreich | BR24

© picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Techniker arbeiten an der Bahnstrecke München-Lindau an den neuen Stromleitungen.

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    E-Züge von Pfronten-Steinach nach München und Österreich

    Bahnfahren im Allgäu soll attraktiver werden. Geplant ist, dass ab Ende 2021 Elektrozüge im Stundentakt zwischen Pfronten-Steinach und München rollen. Außerdem soll bis Mitte 2022 der Bahnhof Pfronten-Steinach barrierefrei ausgebaut werden.

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    Von
    • Matthias Lauer

    Wenn alles glattgeht, werden ab dem nächsten Jahr auf der Strecke Pfronten-Steinach bis zur österreichischen Staatsgrenze Elektrozüge unterwegs sein. Die Deutsche Bahn hat die Planungsunterlagen für die Elektrifizierung der Strecke dem Eisenbahn-Bundesamt zur Prüfung und Genehmigung übergeben.

    "Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mehr elektrischem Bahnverkehr im Allgäu." Kerstin Schreyer , Bayerns Verkehrsministerin

    Die Hauptbauleistungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2021 erfolgen. Voraussichtlich ab Dezember 2021 kann dann der elektrische Betrieb aufgenommen werden, teilte das Bayerische Verkehrsministerium am Freitag mit.

    In Österreich wurde schon elektrifiziert

    Auf österreichischer Seite ist der Streckenabschnitt von Reutte in Tirol bis zur Staatsgrenze bei Vils bereits elektrifiziert. Im kommenden Jahr zieht die Deutsche Bahn nach. Dann wird die Oberleitung auf dem 1,4 Kilometer langen Streckenabschnitt auf der bayerischen Seite der Landesgrenze verlängert. Ab Dezember 2021 soll damit erstmals eine umsteigefreie Bahnverbindung von München über Garmisch-Partenkirchen nach Pfronten-Steinach entstehen.

    "Gemeinsam mit unseren Tiroler Partnern werden wir dies dann zum Anlass nehmen, auch auf der Strecke von Pfronten-Steinach nach Reutte den Stundentakt einzuführen." Kerstin Schreyer, Bayerns Verkehrsministerin

    Bahnhof Pfonten-Steinach wird barrierefrei

    Mit Blick auf die Fahrgäste, die künftig in Pfronten-Steinach von den elektrischen Zügen aus Garmisch-Partenkirchen auf die dieselgetriebenen Züge in Richtung Kempten umsteigen werden, wird die DB den Bahnhof Pfronten-Steinach im Anschluss bis Ende 2022 barrierefrei ausbauen.

    "Damit schaffen wir ein attraktives Angebot für alle Menschen, die zwischen Außerfern und Allgäu mit dem Zug unterwegs sind." Kerstin Schreyer , Bayerns Verkehrsministerin

    Freistaat beteiligt sich freiwillig an Finanzierung

    Für Aus- und Neubaumaßnahmen an DB-Strecken ist nach Maßgabe des Grundgesetzes der Bund zuständig. Allerdings standen in den vergangenen Jahren nicht genug Bundesmittel zur Verfügung. Der Freistaat Bayern hat deshalb freiwillig insgesamt knapp 340.000 Euro Landesmittel bereitgestellt. Die DB schätzt die Baukosten für die Oberleitung derzeit auf rund 1,5 Millionen Euro, für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs veranschlagt sie 2,2 Millionen Euro.

    Drei weitere Strecken in Schwaben elektrifiziert

    Die Elektrifizierung der Bahnlinie von der Staatsgrenze nach Pfronten-Steinach ist eines von vier Elektrifizierungsprojekten, die aktuell im südlichen Schwaben vorangetrieben werden. Heuer im Dezember wird mit der Strecke München – Geltendorf – Memmingen – Lindau das größte dieser drei Elektrifizierungsprojekte abgeschlossen.

    Im Dezember 2021 soll auch der elektrische Betrieb zwischen Ulm, Friedrichshafen und Lindau aufgenommen werden. Zudem wird der Freistaat voraussichtlich noch heuer die Vorentwurfsplanungen für die Elektrifizierung der Bahnlinie von Kempten über Memmingen nach Neu-Ulm einschließlich der Zweigstrecke Senden-Weißenhorn in Auftrag geben.

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