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Kinderporno-Razzia: Verdacht gegen Würzburger Kita-Mitarbeiter | BR24

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Kita in Würzburg

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    Kinderporno-Razzia: Verdacht gegen Würzburger Kita-Mitarbeiter

    Nach der Festnahme von zwei Würzburgern wegen des Verdachts der Kinderpornographie will die Staatsanwaltschaft gegen einen der beiden Haftbefehl beantragen. Nur gegen diesen Mann habe sich der Tatverdacht erhärtet, so der zuständige Oberstaatsanwalt.

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    Christian Schorr arbeitet bei der Zentralstelle Cybercrime Bayern bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg. Seinen Angaben zufolge soll der Verdächtige, gegen den Haftbefehl beantragt werden soll, das Material, auf dem kleine Buben zu sehen sind, im sogenannten Darknet verbreitet haben. Die zuständigen Ermittler identifizierten offenbar einen Internetanschluss, von dem aus selbst hergestellte Bilder und Videos verbreitet wurden. Der andere Mann hatte offensichtlich ebenfalls diesen Internetanschluss genutzt, aber überhaupt nichts von den kinderpornografischen Bildern gewusst. "Wir gehen davon aus, dass es ein Geschehen ist, das sich über mehrere Jahre hingezogen hat", sagt Oberstaatsanwalt Christian Schorr.

    Kinderpornos im Darknet verbreitet

    Laut Polizei kamen die Beamten den beiden Tatverdächtigen bei einem umfangreichen Ermittlungsverfahren auf die Spur. Dabei habe sich ein dringender Tatverdacht ergeben. Das mutmaßlich von mindestens einem der Beschuldigten selbst angefertigte und anschließend verbreitete Material zeigt nach derzeitigem Kenntnisstand ausschließlich männliche Opfer im Kindesalter.

    Kirche als Träger will sich am Nachmittag äußern

    Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern als Träger der Einrichtung will sich am Nachmittag schriftlich äußern. Ein Sprecher kündigte eine Stellungnahme der Würzburger Dekanin Edda Weise an. Weise und Kollegen seien selbst in der Kita gefahren und führten dort Gespräche mit den Eltern. "Konkrete Hinweise darauf, dass tatsächlich Kinder der Kindertagesstätte Betroffene sind und von ihnen Aufnahmen gefertigt wurden, liegen derzeit noch nicht vor", sagte der zuständige Bamberger Oberstaatsanwalt Christian Schorr dem Bayerischen Rundfunk.

    Großangelegte Durchsuchung mehrerer Objekte

    Die groß angelegte Durchsuchungsaktion wurde von Einsatzkräften der Kriminalpolizei Würzburg sowie Staatsanwälten der Zentralstelle Cybercrime Bayern durchgeführt. Sie wurden unterstützt von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, einem Spezialeinsatzkommando, Beamten des Bundeskriminalamtes und der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta (Niedersachsen).