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Durchsuchungen in Donau-Ries: Verstoß gegen Tierschutzgesetz? | BR24

© dpa picture alliance

Ein vier bis fünf Tage altes Rehkitz steht zwischen Gräsern auf einem Feld.

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    Durchsuchungen in Donau-Ries: Verstoß gegen Tierschutzgesetz?

    Der Mitarbeiter eines Biogasbetriebs soll ein Reh mit seinem Mähgerät verletzt und danach in einen Graben geworfen haben. Im Landkreis Donau-Ries kam es deshalb am Morgen zu Durchsuchungen wegen einem möglichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

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    Von
    • Beate Mangold

    Im Landkreis Donau-Ries ist es am Donnerstag in den frühen Morgenstunden zu Durchsuchungen im Rahmen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gekommen. Laut Polizei ging dem Einsatz ein Vorfall im Mai 2020 voraus.

    Der Fahrer eines landwirtschaftlichen Mähgerätes habe damals ein noch lebendes Kitz mit vier abgemähten Läufen in die Hecke eines Wiesengrundstücks in Flotzheim geworfen, um es "zu entsorgen". Der Jagdpächter hatte das Tier später noch lebend gefunden und dann "erlöst".

    Seitdem ermittelt die PI Donauwörth wegen einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

    Durchsuchungen bei Biogasbetrieb

    Im Zuge dieser Ermittlungen wurden heute drei Durchsuchungsbeschlüsse bei einem Biogasbetrieb sowie dessen beiden Gesellschaftern in zwei Wohnhäusern und einer Firma vollzogen. Die Firma hatte die betreffenden Wiesengrundstücke gepachtet.

    Zu den Durchsuchungen war es auch gekommen, weil es sich nicht etwa um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat handelt. Zudem wollten die Landwirte nicht kooperieren, also zum Beispiel Fahrtnachweise der Mitarbeiter herausgeben. Die Beamten der Polizei stellten daraufhin Mitarbeiterlisten, Mobiltelefone und weitere Unterlagen sicher. Sämtliche Beschuldigte verweigern laut Polizei die Aussage.

    Die sichergestellten Daten werden nun ausgewertet, um den Fahrer des betreffenden Tages und damit den mutmaßlichen Täter zu ermitteln. Zusätzlich wurde bei den Durchsuchungen ein gravierender Verstoß bezüglich des Güterverkehrsgesetzes festgestellt. Diesen bearbeite das Gewerbeaufsichtsamt weiter.

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