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Kontrollaktion in Würzburg: Lkw halten sich an Durchfahrverbot | BR24

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Schon seit Jahren gilt in Würzburg ein Durchfahrtsverbot für Lkw, zum Beispiel auf dem Stadtring. Doch halten sich die Fahrer daran? Das hat die Polizei bei einer groß angelegten Kontroll-Aktion überprüft.

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Kontrollaktion in Würzburg: Lkw halten sich an Durchfahrverbot

Schon seit Jahren gilt in Würzburg ein Durchfahrtsverbot für Lkw, zum Beispiel auf dem Stadtring. Doch halten sich die Fahrer daran? Das hat die Polizei bei einer groß angelegten Kontroll-Aktion überprüft. Das Präsidium zieht positive Bilanz.

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Von
  • Pirmin Breninek
  • Christiane Scherm
  • Ansgar Nöth

Die Beamten der Würzburger Stadt-Polizei und der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried haben bei einer groß angelegten Kontroll-Aktion überprüft, ob sich die Lkw-Fahrer an das Durchfahrtsverbot halten. Im Fokus stand der Stadtring Süd. Dort ist die Durchfahrt für alle Lastwagen verboten, die schwerer sind als 3,5 Tonnen. Und das Polizeipräsidium Unterfranken kann positive Bilanz der Großaktion ziehen: Demnach haben sich während der Kontrollzeit alle Lastwagen an das Durchfahrtsverbot gehalten.

Zu hohe Geschwindigkeiten und Handys am Steuer

16 Fahrzeugführer wurden wegen anderer Verstöße beanstandet: So fehlte einem Lkw-Fahrer die nötige Qualifizierung zum Berufskraftfahrer, ein anderer hatte Ladung nicht vorschriftsmäßig gesichert. Ein weiterer hatte gegen Vorschriften zur Autobahnmaut verstoßen. Fünf Autofahrer erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, weil sie mindestens 21 km/h zu schnell unterwegs waren. Sieben müssen mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen: Sie wurden mit dem Handy am Steuer erwischt. Ein Pkw wurde angehalten, weil er eine rote Ampel missachtete. Ein weiterer Pkw-Fahrer musste seine Fahrt an der Kontrollstelle beenden, da dieser trotz eines Fahrverbots mit seinem Auto unterwegs war. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige.

Lkw-Durchfahrtsverbot wird weiterhin kontrolliert

Immer wieder nutzen Lkw-Fahrer den Stadtring in Würzburg als Abkürzung zwischen den Autobahnen A3 und A7. "Es ist kein riesiges Problem, aber es lässt sich ausschließlich mit großem Kontrolldruck regulieren", sagte Polizeisprecher Andy Laacke bereits im Vorfeld der Aktion. Denn die LKW auf Abkürzungsfahrt sorgen für mehr Verkehr, Lärm und schlechtere Luft. Ein Gutachten war zum Beispiel im Vorfeld der damaligen Stadtratsentscheidung zu dem Ergebnis gekommen, dass bis zu 5.000 Lkw täglich auf dem Abschnitt unterwegs waren.

Verbot gilt nicht für Lieferverkehr

Seit 2016 ist die Durchfahrt für Lkw deshalb verboten. Für größere Lkw ab zwölf Tonnen gibt es bereits seit 2006 ein generelles Durchfahrtsverbot in Würzburg. Ausgenommen ist nur der regionale Liefer- und Güterverkehr in Stadt und Landkreis Würzburg, so Polizeisprecher Andy Laacke.

Probleme: Abkürzung oder veraltetes Navi

"Es landen immer wieder Lkw in Würzburg – entweder, weil die Fahrer abkürzen wollen oder sie dem Navi folgen. Das Problem: Viele ältere Geräte haben das Durchfahrtsverbot noch nicht eingespeichert. Doch das schützt vor Strafe nicht", so Laacke weiter. Die Fahrer müssten sich an die Schilder am Straßenrand halten.

90 Verstöße gegen Durchfahrtsverbot im Jahr 2019

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Verstößen gegen das Durchfahrtsverbot. Im Jahr 2019 kontrollierte die Polizei an über 100 Kontrollstellen im Stadtgebiet 1.076 Lkw. 90 Fahrer haben sich dabei nicht an das Durchfahrtsverbot gehalten.

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