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Durchfahrtsschleuse soll vor afrikanischer Schweinepest schützen | BR24

© Christian Weiß
Bildrechte: Christian Weiß

Würzburg richtet Schleuse zum Schutz vor afrikanischer Schweinepest ein

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    Durchfahrtsschleuse soll vor afrikanischer Schweinepest schützen

    Die Stadt Würzburg bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch der afrikanischen Schweinepest vor. Sie hat deshalb eine Durchfahrtsschleuse angeschafft. Dort können Fahrzeuge, die zur Bergung toter Tiere im Einsatz sind, desinfiziert werden.

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    Von
    • Leon Willner

    Die Stadt Würzburg ergreift Maßnahmen, um die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest einzudämmen. Die Schleuse muss im Krisenfall in kürzester Zeit dort aufgebaut werden, wo die toten Tiere gesammelt werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Verschleppungsgefahr durch die zur Bergung der Körper eingesetzten Fahrzeuge minimiert werden kann.

    Mobile Schleuse für Bedarfsfall

    In der Schleuse können Fahrzeuge, die zur Bergung toter Tiere im Einsatz sind, vom Kofferraum bis zur Motorhaube desinfiziert werden. Der Aufbau dauert nur eine Stunde. Nach Angaben der Stadt soll damit verhindert werden, dass die Virusinfektion verschleppt werde. In der Schleuse gibt es diverse Düsen, die einen speziellen Desinfektionsschaum auf das Fahrzeug sprühen. Bereits vergangenes Jahr hatte die Stadt entschieden, die Durchfahrtschleuse sowie einen Wildabwehrzaun zu beschaffen.

    Abstand von toten Tieren halten

    Lieven Pool, der Veterinäramtsleiter der Stadt, plädierte an die Bevölkerung: Spaziergänger sollten Kadaver von Wildschweinen nur aus der Distanz betrachten und diese umgehend dem Amt melden. Er wies dabei auf die „Tierfund-Kataster“-App hin. In Deutschland wurde das sogenannte ASF-Virus erstmals am 10. September 2020 im Brandenburger Spree-Neiße-Kreis nachgewiesen. Mittlerweile gibt es überall entlang der deutsch-polnischen Grenze neue Fälle.

    400 Fälle in ganz Deutschland

    Sprunghafte Verschleppungen über 100 Kilometer sind keine Seltenheit. Für Menschen gilt die Krankheit als ungefährlich, eine weitere Ausbreitung würde aber enorme wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen – vor allem für die Tier-Agrarwirtschaft. Die afrikanische Schweinepest wurde mittlerweile an über 400 toten Tieren in Deutschland nachgewiesen.

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