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Durchbruch im Altöttinger PFOA-Streit: Positive Reaktionen | BR24

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Die chemische Industrie bezahlt den kommunalen Wasserversorgern im Kreis Altötting nach monatelangen Verhandlungen den Bau und den Betrieb von zwei großen Filteranlagen. Damit soll das Trinkwasser in der Region von PFOA befreit werden.

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Durchbruch im Altöttinger PFOA-Streit: Positive Reaktionen

Politiker verschiedener Parteien haben positiv reagiert auf den Durchbruch im PFOA-Streit im Landkreis Altötting. Dass die chemische Industrie offenbar den Bau und Betrieb von zwei Trinkwasser-Filteranlagen finanziert, wird einhellig begrüßt.

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Ein sehr gutes Ergebnis sei erreicht worden, sagte der Altöttinger Landrat Erwin Schneider (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Die Einigung sei auch im Interesse der chemischen Industrie, denn nun sei das Thema Trinkwasserversorgung vom Tisch. Schneider gab aber zu bedenken: Nach wie vor sei unklar, was mit dem PFOA-verunreinigten Erdreich in der Region geschehe.

SPD: Wichtiger, aber nicht ausreichender Schritt

Der SPD-Landtagsabgeordnete Florian von Brunn nannte die Einigung deshalb auf BR-Anfrage einen wichtigen Schritt, der aber nicht ausreiche. Er forderte, für die Sanierung der Böden ebenfalls die chemische Industrie in die Pflicht zu nehmen.

Grüne: Gewinn für Verbraucher

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Gisela Sengl schrieb auf Twitter von einem Gewinn für Verbraucher und den Verbraucherschutz.

Der Vertrag zwischen Industrie und Kommunen soll kommenden Mittwoch unterschrieben werden.

Chemieunternehmen hat Bau von Filteranlagen zugesagt

Das Chemieunternehmen Dyneon, eine Tochter des 3M-Konzerns, hat offenbar zugesagt, zwei neue große Aktivkohlefilteranlagen im Landkreis Altötting zu bauen und deren Betrieb über die kommenden 50 Jahre zu finanzieren. Rechtlich ist der Konzern dazu nicht verpflichtet. Die Kommunen dagegen müssen ihren Bürgern Trinkwasser liefern, das nicht mit der mutmaßlich Krebs erregenden Chemikalie PFOA verunreinigt ist.