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Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Ludwig Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag.
© picture alliance/Sven Hoppe/dpa
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Markus Söder (l, CSU), Ministerpräsident von Bayern, und Ludwig Hartmann (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag.

Dabei fokussierten sich beide Kandidaten zu Beginn auf die bayerischen Großstädte, mit klarem Schwerpunkt auf der Landeshauptstadt München. Das kam bei vielen Zuschauern nicht gut an. Bayern in seiner gesamten Breite wurde ihnen zu wenig beachtet.

Nach der ersten Bilanz der Redezeiten kamen beide Kandidaten auf recht ausgeglichene Werte. Dennoch legte Markus Söder immer wieder nach und versuchte, sein Gegenüber daran zu erinnern, wie ein Gesprächsduell funktioniert – ausreden lassen, zuhören und darauf antworten. Doch das wiederholte Mahnen Söders kam auf Dauer nicht gut an. Ein Nutzer wollte wissen, wie das im Falle einer möglichen Koalition ab Herbst funktionieren solle.

Bei Ludwig Hartmann fiel die schnelle Sprechweise auf. Das ließ den Herausforderer nervös wirken, wie Stefan Verra, Experte für Körpersprache, analysierte. Ähnlich war auch die Wahrnehmung einiger Zuschauer.

Inhaltlich ging es neben der Städte- und Landentwicklung Bayerns auch um die Asylpolitik, den Umgang mit dem Polizeiaufgabengesetz (PAG) und um bezahlbaren Wohnraum. Überall waren die Gegensätze beider Kandidaten erkennbar. Deutlich wurden diese auch bei der Frage, wie sich Bayern zukünftig mit Energie versorgt. Windräder sind und bleiben Streitpunkt – Söder will weiter keinen Ausbau. Bayern sei kein Land an der Küste.

Beim Schlusswort kam es dann zur gegenseitigen Einladung: Beide Kandidaten schlugen vor, gemeinsam Wandern zu gehen. Eine neue Erkenntnis, die für manchen Schmunzler gesorgt hat.