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Druck wegen Noten gefährdet Familienharmonie | BR24

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Schüler verzweifelt über Hausaufgaben

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Druck wegen Noten gefährdet Familienharmonie

Heute die Übertrittszeugnisse für weiterführende Schulen, morgen der Startschuss für die bayerischen Abiturprüfungen: Die Schulzeit ist eine Lebensphase, in der sich in Familien vieles um Noten dreht. Das belastet oft das Eltern-Kind-Verhältnis.

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Spätestens heute mit ihren Übertrittszeugnissen bekommen Viertklässler eine Vorahnung von dem Druck, den Zensuren auf sie und ihre Eltern ausüben können: Für das Gymnasium braucht es einen Notenschnitt von mindestens 2,3 und für die Realschule von 2,6. Wer darunter liegt, kann nur nach erfolgreichem Probeunterricht auf eine höhere Schule gehen oder über mühsame Umwege dorthin gelangen.

Auch schlechte Schüler machen ihren Weg

Zu einem "guten Leben" gehört zwar ein "guter Beruf", das meint auch Lehrerin, Buchautorin und NOTIZBUCH-Studiogast Heidemarie Brosche. Dennoch sei es nicht schlimm, wenn Kinder schlecht in der Schule sind.

"Schüler sammeln auch bei Ehrenrunden Lebenserfahrung. Das A und O ist: Vertrauen Sie der Kompetenz Ihrer Kinder, ihren Weg zu machen. Das trägt auch zu einer harmonische Eltern-Kind-Beziehung bei. Schule ist nicht alles!" Heidemarie Brosche, Lehrerin und Buchautorin

Kinder stärken und nicht abstempeln

Eine Falle, in die leistungsorientierte Eltern leicht tappen: ständiges Antreiben. Natürlich sollen Eltern ihrem Nachwuchs helfen, auch was das Finden eigener Ziele betrifft. Es sollte aber beim freundlich-begleitenden Unterstützen bleiben.

"Alles andere - insbesondere Druck wegen schlechter Schulnoten - kann dazu führen, dass die Kinder lebenslang versuchen, den - teils unausgesprochenen - Erfolgserwartungen ihrer Eltern zu entsprechen. Und daran möglicherweise scheitern. Eltern sollten also ihre Kinder nicht zu Mängelexemplaren abstempeln und zudem nicht vergessen: Ziele fürs eigene Leben zu entwickeln, braucht Zeit." Heidemarie Brosche, Lehrerin und Buchautorin