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Drohungen und Hassbotschaften nach Allgäuer Tierskandal | BR24

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Nach der Aufdeckung des Tierskandals in Bad Grönenbach wurde der Milchviehbetrieb bedroht. Die Polizei beobachtet deshalb das Gelände. Und es wurde offenbar auch versucht, die Tierschützer einzuschüchtern.

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Drohungen und Hassbotschaften nach Allgäuer Tierskandal

Nach der Aufdeckung des Tierskandals in Bad Grönenbach wurde der Milchviehbetrieb bedroht. Die Polizei beobachtet deshalb das Gelände. Offenbar sollten auch die Tierschützer eingeschüchtert werden.

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Nach der Aufdeckung des Tierskandals in Bad Grönenbach sind an den betroffenen Milchviehbetrieb mit 1.800 Kühen Hassbotschaften gerichtet worden. Laut Memminger Staatsanwaltschaft fuhr ein Mann auf das Gelände und drohte, dass er "etwas zum Schlachten dabei habe" und meinte damit ein Messer. Das Gelände wird deshalb jetzt von der Polizei beobachtet. In Bad Hindelang wurde zudem ein Gebäude des Milchviehhalters beschmiert.

Soko Tierschutz fühlt sich ebenfalls bedroht

Die Soko Tierschutz, die die mutmaßliche Tierquälerei aufdeckte, erhebt hingegen Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Betriebs. Diese seien zu viert auf der Veranda eines Tierschutzaktivisten erschienen und hätten versucht, ihn auf bedrohliche Art und Weise zur Rede zu stellen, so Friedrich Mülln, Vorsitzender von Soko Tierschutz. Eine ortsbekannte Tierschützerin, die an dem Hof vorbeifuhr, sei zudem von Mitarbeitern mit einem Auto verfolgt worden.

Tierschützer vermuten Maulwurf im Veterinäramt

Friedrich Mülln verschärfte auch seine Kritik gegenüber den Behörden: In kürzester Zeit habe eine Tierschutzorganisation gewaltige Missstände aufgedeckt. Die eigentlichen Kontrolleure mit einem gewaltigen Apparat hätten dagegen nur Bagatellen gefunden. Mülln vermutet einen Maulwurf in den Reihen des Veterinäramts, der den Betrieb vor den Kontrollen informiert hat. Landrat Hans-Joachim Weirather wies die Vorwürfe zurück und nannte sie ehrabschneidend.