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Drohnen sollen im Kampf gegen den Mäh-Tod von Rehkitzen helfen | BR24

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Rehkitz im Feld

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    Drohnen sollen im Kampf gegen den Mäh-Tod von Rehkitzen helfen

    Wenn die Erntesaison auf Grünflächen beginnt, sterben jährlich tausende von Rehkitzen durch landwirtschaftliche Maschinen. Nun sollen Drohnen den Jungtieren das Leben retten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert die Anschaffung der Technik.

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    Von
    • Dominik Einzel

    Wenn Landwirte mit ihrer Ernte auf Feldern und Wiesen beginnen, sind Wildtiere in großer Gefahr. Jedes Jahr sterben in der Ernteperiode tausende Rehkitze. Nun sollen Drohnen dabei helfen, Rehkitze rechtzeitig zu orten und zu retten.

    Rehkitze suchen Schutz im hohen Gras

    Dichtbewachsene landwirtschaftliche Flächen bieten den Jungtieren Schutz vor natürlichen Feinden. Da aber in den ersten Lebenswochen der Tiere auch die erste Mähperiode des Grünlandes ansteht, wird den Tieren ihr Versteck zum Verhängnis. Denn anstatt zu fliehen verharren die jungen Rehe regungslos am Boden. Moderne Erntemaschinen sind präzise, effizient und schnell. Aus der Kabine der riesigen Fahrzeuge sind die Tiere oft nicht oder erst zu spät zu erkennen

    Rehkitz-Rettung aus der Luft wird nun gefördert

    Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgerüstet sind, haben sich als die mit Abstand effektivste Möglichkeit erwiesen, um Rehkitze aufzuspüren und zu retten. Flächendeckend kommen sie in Deutschland bisher aber deswegen nicht zum Einsatz, weil die Anschaffung relativ teuer ist. Um den Einsatz dieser Technik und somit den Tierschutz voranzutreiben, werden diese Speziellen Drohnen nun vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

    Drei Millionen Euro für Wildrettungsdrohnen

    Die Drohnen für diesen speziellen Einsatz in der Landwirtschaft sind bereits in einem mehrjährigen Pilotprojekt auf ihre Praxistauglichkeit hin untersucht worden - die Förderung beginnt nun, nach Angaben des BMEL, kurzfristig in der zweiten Märzhälfte 2021. Antragsberechtigt sind Jägervereinigungen auf Kreisebene oder lokale, eingetragene Vereine. Deren Satzung muss aber die Rettung von Wildtieren, speziell Rehkitzen, enthalten. Gefördert werden bis zu zwei Drohnen pro Antragsteller mit bis zu 60 Prozent der Investitionskosten und maximal 4.000 Euro.

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