BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Drohanruf: Polizei sichert weiterhin Passauer Dreiländerhalle | BR24

© BR/Martin Gruber

Nachdem am Dienstagmorgen ein Unbekannter telefonisch mit einer Gewalttat gedroht hat, sichert die Polizei weiterhin die Staatsexamens-Klausuren von Passauer Jura-Studenten.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Drohanruf: Polizei sichert weiterhin Passauer Dreiländerhalle

Nachdem am Dienstagmorgen ein bislang Unbekannter telefonisch mit einer Gewalttat gedroht hat, sichert die Polizei nun schon den zweiten Tag die Staatsexamens-Klausuren von Passauer Jura-Studenten. Die Kontrollen verliefen bislang ohne Vorkommnisse.

Per Mail sharen

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern meldet, sind die Beamten auch am heutigen zweiten Prüfungstag des Jura-Staatsexamens in der Passauer Dreiländerhalle im Einsatz: Seit 7.30 Uhr kontrollieren sie den Einlass in die Halle. Ein Anrufer hatte gestern morgen über den Notruf mit einer Gewalttat gedroht. Die Polizei stellt sich nach dieser Amok-Drohung auf einen längeren Einsatz ein.

25 Polizeibeamte sichern die Halle

Wie gestern wurden auch heute morgen etwa 170 Studenten beim Einlass in die Halle kontrolliert und mitgeführte Sachen auf gefährliche Gegenstände überprüft. Die Kontrollen verliefen bislang ohne Vorkommnisse, hieß es. Gegen 9 Uhr konnte die Prüfung mit leichter Verzögerung beginnen. Die Polizei wird weiterhin mit 20 Beamten vor Ort bleiben und hat die Möglichkeit, die Unterstützung der Bereitschaftspolizei anzufordern, so ein Polizeisprecher. Obwohl die Lage heute weniger gefährlich als gestern eingeschätzt werde, müsse man sich aktuell darauf einstellen, bis zum letzten Prüfungstag am kommenden Dienstag (15.9.) vor Ort zu sein.

"Der Einsatz verläuft kontrolliert und sehr ruhig. Die Studenten waren heute Morgen wieder ganz auf ihre Prüfungen fokussiert und haben sich von unseren Maßnahmen gar nicht weiter stören lassen. Wir tun unser Möglichstes, um einen reibungslosen Prüfungsablauf und vor allem die Sicherheit der Studierenden zu gewährleisten." Polizeioberrat Christian Dichtl

Die Kriminalpolizei Passau versucht weiterhin den anonymen Anrufer zu ermitteln: Dabei suchen die Beamten nach Zeugen, die am Dienstagmorgen zwischen 5.30 Uhr und 6 Uhr im Bereich der Unteren Donaulände unterwegs waren. Zeugen werden gebeten, sich unter 0851/9511-0 zu melden. Der Unbekannte hatte dort von einer öffentlichen Telefonsäule den Drohanruf abgesetzt.

Anrufer wirkte "unstrukturiert"

Der Anrufer habe "sehr unstrukturiert" gewirkt, erklärte Polizeioberrat Dichtl: "Der Drohanrufer hat einmal in der Ich-Form gesprochen, dann wieder darauf hingewiesen, dass er eine Gewalttat verhindern möchte, die sein Freund begehen wird. Mehr können wir nicht sagen. Wir müssen die weiteren Auswertungen abwarten."

Prüfungen müssen wohl bis zum Schluss bewacht werden

Nach jetzigem Stand müsse die sechstägige Jura-Prüfung in der Dreiländerhalle bis zu deren Ende am kommenden Dienstag bewacht werden, so Polizeioberrat Christian Dichtl von der Polizeiinspektion Passau.

© BR/Martin Gruber

Amokdrohung in Passau: Nachdem am Dienstagmorgen ein bislang Unbekannter telefonisch mit einer Gewalttat gedroht hat, sichert die Polizei nun schon den zweiten Tag die Staatsexamens-Klausuren von Passauer Jura-Studenten.

"Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!