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Drogenverdacht: Acht Münchner Polizisten suspendiert

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Drogenverdacht: Acht Münchner Polizisten suspendiert

Acht Polizisten des Polizeipräsidiums München sollen in ein Drogendelikt verstrickt sein. Der Verdacht gegen die Beamten kam auf, als ihre Kollegen von der Kriminalpolizei in einem anderen Fall ermittelten. Die Verdächtigen wurden suspendiert.

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Sie sollen mit Kokain und Haschisch zu tun gehabt haben, zwei von ihnen sollen die Drogen auch selbst konsumiert haben: Gegen acht Münchner Polizeibeamte ermitteln die Staatsanwaltschaft München I und das Bayerische Landeskriminalamt wegen möglicher Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Beamten wurden vorübergehend festgenommen und befragt, sind aber inzwischen alle wieder auf freiem Fuß. Sie seien vom Dienst suspendiert, sagte ein Sprecher des Münchner Präsidiums.

Ein Dealer brachte die Polizei auf die Spur

Schon vor eineinhalb Jahren kamen die internen Ermittlungen ins Rollen. Die Münchner Kriminalpolizei ermittelte damals gegen einen Drogen-Dealer. In der Folge kam auch der Verdacht gegen die Polizeibeamten auf. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, hatte der festgenommene Rauschgifthändler im Jahr 2018 zwei der Polizisten beschuldigt, mit Kokain und Haschisch in Kontakt gewesen zu sein. Im Rahmen monatelanger Ermittlungen – unter anderem durch die Auswertung von Handydaten – gerieten sechs weitere Beamte ins Visier ihrer Kollegen.

LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln

Die weiteren internen Ermittlungen gegen die Beamten wurden daraufhin – wie in solchen Fällen aus Neutralitätsgründen üblich – vom Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft weitergeführt. Am Dienstag durchsuchten Ermittler Wohnung und Arbeitsplatz eines Beschuldigten, nachdem bereits im Dezember 2018 und im Januar 2020 Wohnungen und Arbeitsplätze der übrigen sieben Tatverdächtigen durchsucht worden waren.

Genaue Straftaten sind noch unbekannt

Um welche mutmaßlichen Straftaten es sich dabei genau handelt, gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Ebenso ist offen, welcher Beschuldigter welche Straftat begangen haben soll. Die acht Beamten, die laut Landeskriminalamt fünf verschiedenen Dienststellen angehören, wurden vom Dienst suspendiert. Gegen alle wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das aber ruht, bis die jeweiligen Strafverfahren abgeschlossen sind.