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Jedes Opfer ist eines zu viel: Drogentotengedenktag in München | BR24

© BR/ Manuel Rauch

In der Landeshauptstadt München sind in den vergangenen zwölf Monaten 53 Menschen an illegalen Drogen gestorben. Am Drogentotengedenktag hat der Caritasverband des Erzbistums München und Freising in der Innenstadt an sie erinnert.

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Jedes Opfer ist eines zu viel: Drogentotengedenktag in München

In der Landeshauptstadt München sind in den vergangenen zwölf Monaten 53 Menschen an illegalen Drogen gestorben. Am Dienstag, dem "Drogentotengedenktag", hat der Caritasverband des Erzbistums München und Freising in der Innenstadt an sie erinnert.

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Heroin, Kokain oder Crack: der Konsum illegaler Drogen hat im vergangenen Jahr bundesweit knapp zehn Prozent mehr Tote gefordert als im Vorjahr.

53 Drogentote in München

In der Landeshauptstadt München sind in den vergangenen zwölf Monaten 53 Menschen an illegalen Drogen gestorben. Experten führen das unter anderem auch darauf zurück, dass beispielsweise ein Joint zu Hippie-Zeiten meist viel harmloser war, als das Gras oder Hasch, das heute konsumiert wird. Auch in anderen Rauschmitteln hat sich der Wirkstoffgehalt verändert.

Am Dienstag, dem "Internationalen Drogentotengedenktag", erinnerte der Caritasverband des Erzbistums München und Freising an die vielen Opfer.

Reden in der Münchner Innenstadt

In München gedachte die Caritas der Menschen, die Jahr für Jahr an den Folgen ihres Drogenkonsums sterben. So wurden etwa auf dem Marienplatz am Mittag Reden gehalten - wegen Corona aber ohne Stände und hohe Bühnen.

Drogenabhängige finden keine Wohnung

Die Caritas in München möchte damit auch auf die Alltagsprobleme von Drogenabhängigen aufmerksam machen. Seit dem Corona-Ausbruch seien die Schwierigkeiten noch größer geworden. In München sei es für Betroffene etwa kaum möglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Häufig schlafen die Abhängigen in Pensionen oder Notschlafstellen. Dort seien sie einem deutlich höheren Infektionsrisiko ausgesetzt, sagt die Caritas. Gerade für ländliche Regionen fordert der Verband außerdem ein flächendeckendes Behandlungsangebot.

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