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Drogen aus dem NATO-Bunker? Aus Leipheim kommt jetzt Cannabis | BR24

© BR / Peter Allgaier

Stahltüren, meterdicke Wände und höchste Sicherheitsmaßnahmen: In Leipheim werden Cannabis-Blüten zu Medizin-Produkten verarbeitet - in einem Bunker, der eigentlich für den Kalten Krieg gedacht war.

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Drogen aus dem NATO-Bunker? Aus Leipheim kommt jetzt Cannabis

Stahltüren, meterdicke Wände und höchste Sicherheitsmaßnahmen: In Leipheim wird jetzt Cannabis verarbeitet und ausgeliefert. Die Produktion findet in einem Bunker statt, der eigentlich für den Kalten Krieg gedacht war.

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Drogen aus dem Bunker? Tatsächlich wird seit Juli in Leipheim Cannabis verarbeitet, also die Bestandteile der Hanfpflanze mit Rauschwirkung - und das auf dem ehemaligen Militärgelände des Fliegerhorstes in Leipheim. Seit 2017 kann Hanf nämlich als Wirkstoff in der Medizin verwendet werden - allerdings nur unter hohen Auflagen.

Bunker bietet Laborbedingungen

Medizinisches Cannabis darf in Deutschland nur unter strengsten Laborbedingungen verarbeitet werden. Genau dafür ist die Firma "Bavaria Weed" aus Starnberg jetzt in Leipheim eingezogen: Das ehemalige Militärgebäude bietet eine optimale Umgebung, erklärt Firmenmitbegründer Stefan Langer, weil durch die meterdicken Wände und Stahltüren optimale Sicherheitsbedingungen herrschen:

"Es ist vor allem wichtig, die Sicherungsvorgaben der Bundesopiumstelle einzuhalten. Die sind sehr strikt. Und mit so einem Bunker und der Außenwand von 1,35 Meter war es für uns die beste Möglichkeit." Stefan Langer, Mitbegründer Bavaria Weed

Strenge Kontrollen: Drogentests und Kameras

Die Firma aus dem Kreis Starnberg hatte den Bunker 2018 gekauft und aufwändig umgebaut. Die Räume sind im Inneren von Kameras überwacht und die Mitarbeitenden müssen sich regelmäßigen Drogentests unterziehen.

Blüten der Hanf-Pflanze als Medizin-Produkt

Verarbeitet werden in Leipheim hauptsächlich Blüten der Hanf-Pflanze, die Grundlage für das Betäubungsmittel Marihuana sind. Die getrockneten Pflanzenbestandteile stammen aber nicht aus Deutschland, denn hierzulande sei der Anbau noch nicht rentabel. Stattdessen werden sie aus Portugal oder Kanada geliefert und in Leipheim genau geprüft.

Erst wenn aus dem Labor die Bestätigung kommt, dass das Rohmaterial einwandfrei ist, darf es unter Laborbedingungen abgewogen, verpackt und dann schließlich an Apotheken ausgeliefert werden.

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