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DRK-Präsidentin Hasselfeldt lobt Ehrenamtliche | BR24

© BR/Katharina Herkommer

Soldaten helfen dem BRK-Kreisverband in Tirschenreuth.

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    DRK-Präsidentin Hasselfeldt lobt Ehrenamtliche

    Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Gerda Hasselfeldt hat den Landkreis Tirschenreuth besucht. Hier würdigte sie die Zusammenarbeit zwischen BRK und der Bundeswehr in der Corona-Krise.

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    Die Wertschätzung, die allen haupt- und ehrenamtlich Beschäftigten in der Pflege, im Rettungsdienst und in sozialen Berufen momentan widerfährt, darf keine Eintagsfliege bleiben - das sagte die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Gerda Hasselfeldt am Montag bei einer Dankes-Veranstaltung beim BRK-Kreisverband in Tirschenreuth.

    Zu der Veranstaltung waren nicht nur Mitarbeitende des BRK eingeladen, sondern auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Seit Mitte April sind gut 25 von ihnen im Landkreis Tirschenreuth zur Bekämpfung der Corona-Krise im Einsatz. In Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie beim Roten Kreuz unterstützen sie die Einsatzkräfte vor Ort.

    Ausrüstung muss schneller bereitstehen

    Um diese gemeinsame Arbeit in Tirschenreuth zu würdigen, war die DRK-Präsidentin Hasselfeldt nach Tirschenreuth gekommen. Neben dem uneingeschränkten Dank an alle engagierten Helferinnen und Helfer waren ihre Mahnungen in Richtung Bundespolitik deutlich: Die notwendige Ausrüstung für Katastrophenfälle müsse in Zukunft schneller bereitstehen und verteilt werden können.

    Schon 2019, also lange vor der Corona-Pandemie, hatte Hasselfeldt davor gewarnt, dass Deutschland nicht genug Material für Notfälle vorrätig habe und damit für den Katastrophenfall schlecht gewappnet sei.

    Auch Theo Zellner, Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes, schlug in diese Kerbe: Deutschland habe sich in puncto Katastrophenschutz kaputtgespart. Er zitierte jedoch auch eine persönliche Nachricht des Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) mit der Zusage an ihn, dass der Katastrophenschutz in Bayern neu aufgestellt werden müsse. Diese Arbeit werde auf Bundesebene nach Pfingsten beginnen. Zellner hob außerdem hervor, dass alle, die in Tirschenreuth im Einsatz sind und waren, ein besonderes Risiko für ihre eigene Gesundheit auf sich genommen hätten. Wenn er daran denke und gleichzeitig Menschen sehe, die die bestehenden Regeln und Maßnahmen nicht befolgen, dann sei das nicht nur unverantwortlich sondern auch respektlos gegenüber den vielen Helferinnen und Helfern in der Krise.

    Bundeswehr-Generalarzt zollt Ehrenamtlichen Respekt

    Der Generalarzt der Bundeswehr, Dr. Bruno Most, zollte vor allem den Ehrenamtlichen in Tirschenreuth Respekt. Die Hilfe der Bundeswehr komme immer dann zum Tragen, wenn das Ehrenamt eine besondere Situation nicht mehr alleine abfangen könne. Das bedeute, dass die Ehrenamtlichen bis zum Einsatzbeginn der Bundeswehr bereits herausragende Leistungen vollbracht hätten.

    Mit dem Einsatz der Soldatinnen und Soldaten könne die Bundeswehr den Bürgerinnen und Bürger dieses Engagement ein stückweit zurückgeben, so Most. Die zivile Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und BRK ist durch den ausgerufenen Katastrophenfall möglich geworden. Sie findet in mehreren bayerischen Landkreisen statt und wird enden, sobald Ministerpräsident Söder den Katastrophenfall in Bayern für beendet erklärt.

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