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Corona und Schule

Dritte Wasserleiche aus der Donau in Niederbayern geborgen | BR24

© pa/imageBROKER/Wilfried Bahnmüller

Sonnenuntergang an der Donau bei Niederalteich

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    Dritte Wasserleiche aus der Donau in Niederbayern geborgen

    Nun ist auch ein beim Baden verschwundener 23-Jähriger tot in der Donau gefunden worden. Er war seit Montag vermisst. Der junge Mann ist die dritte Wasserleiche in der niederbayerischen Donau innerhalb von drei Tagen.

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    In der niederbayerischen Donau wurden innerhalb der vergangenen drei Tage, drei Tote gefunden. Zuerst ein 35-Jähriger: Er war laut Obduktionsbericht ertrunken und in Passau entdeckt worden. Dann ein vermisstes 13-jähriges Mädchen. Es wurde bei Bogen leblos aus dem Fluss geborgen. Jetzt ein 23-Jähriger.

    Beim Baden ertrunken

    Ein Spaziergänger hatte den 23-Jährigen bei Niederalteich im Kreis Deggendorf in der Donau entdeckt. Es handelt sich laut Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit um den seit vergangenen Montag Vermissten. Er war beim Baden nahe der Autobahnbrücke bei Deggendorf verunglückt. Suchmaßnahmen blieben erfolglos. Es liegen keine Hinweise auf Fremd- oder Gewalteinwirkung vor, heißt es. Die Kripo Straubing ermittelt.

    Auch das Mädchen war in der Donau beim Baden ertrunken. Offenbar wurde es von einer Strömung mitgerissen. Warum der 35-Jährige ertrank, ist bislang unklar.

    Tödlicher Badeunfall auch im Regen

    Auch bei Regenstauf (Lkr. Regensburg) ist diese Woche ein Mann beim Baden im Fluss Regen ums Leben gekommen. Laut Stephan Heine, dem technischen Leiter der Wasserwacht Regensburg, passieren die Unfälle meist durch Kreislaufprobleme oder Leichtsinn der Badegäste. Besonders bei den heißen Temperaturen aktuell lässt sich ein deutlicher Anstieg der Besucherzahlen bemerken, berichtet Heine dem BR, und mehr Besucher würden auch mehr Badeunfälle bedeuten.

    Bade-Tipps von der Wasserwacht

    Sollte man bei sich selbst bemerken, dass die Kraft nicht bis zum Ufer reicht, ist der erste Schritt: Hilfe rufen und Ruhe bewahren. Stephan Heine empfiehlt außerdem nie gegen eine Strömung anzukämpfen. Stattdessen sollten Schwimmende mit der Strömung treiben und dabei versuchen an eine Uferseite zu gelangen, um nach einer geeigneten Stelle zum Aussteigen zu suchen.

    Bemerkt man als Badegast, dass jemand im Wasser Hilfe braucht, muss die 112 gerufen werden. Laut Heine sollte versucht werden der Person etwas zuzuwerfen, an dem sie sich im Wasser festhalten kann. Es sollte nur dann selbst in das Wasser gegangen werden, wenn man sich selbst nicht gefährdet. Den Einsatzkräften sollte man vorab am Telefon sowie beim Eintreffen vor Ort eine ausführliche Beschreibung geben, wo sich die hilflose Person gerade befindet.

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